Dogwalker werden | Geschäftsidee für den nebenberuflichen Einstieg

Dogwalker werden | Ideale Geschäftsidee für den nebenberuflichen Einstieg

Hunde sind Tiere, die sehr viel Aufmerksamkeit und Auslauf brauchen. Leider kann ihnen nicht jeder Besitzer ausreichend Bewegung bieten. Vor allem die Arbeit und das Leben in kleinen Wohnungen führen dazu, dass immer mehr Hunde unter dem Mangel an Aktivität leiden. Herrchen und Frauchen, die hieran etwas ändern wollen, dürfen sich über einen neuen Trend freuen, der aus den USA nach Deutschland gekommen ist und immer mehr Anhänger gewinnt. Die Rede ist von sogenannten Dogwalkern – also Personen, die mit fremden Hunden Gassi gehen und dafür Geld bekommen. Klingt nach einem Traumjob für Sie? Dann sollten Sie unbedingt weiterlesen, um zu erfahren, welche Voraussetzungen Sie als angehender Dogwalker erfüllen müssen.

Dogwalker: Aufgaben, Arbeitsalltag, Anforderungen

Eines gleich vorweg: Die Tätigkeit eines Dogwalkers wirkt auf Außenstehende zwar recht simpel, doch der Schein trübt. Wer sich für die Umsetzung dieser Geschäftsidee interessiert, sollte unbedingt wissen, dass viel mehr zu erledigen ist als „nur Gassi gehen“. Als Dogwalker müssen Sie unter anderem:

  • Mehrere Hunde gleichzeitig ausführen
  • Hunde füttern
  • Hunden Medikamente verabreichen
  • Hunde vom Besitzer abholen und zurückbringen
  • Hunde beaufsichtigen (bis der Besitzer ihn abholt)
  • Kleine Übungen mit den Hunden durchführen

Die Hunde müssen Sie als Chef akzeptieren.

Der Arbeitsalltag eines Dogwalkers kann demzufolge als sehr abwechslungsreich beschrieben werden. Auch wenn Sie täglich mit den kaltschnäuzigen Vierbeinern zu tun haben werden, ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich eine langweilige Routine einstellt. Ganz im Gegenteil: Der ständige Wechsel der Hunde wird dafür sorgen, dass Sie sich immer wieder auf neue Situationen und Herausforderungen einlassen müssen.

Wann Ihr Arbeitstag als Dogwalker beginnt und wann er endet, hängt maßgeblich von Ihren Kunden ab. Viele Dogwalker bieten Ihre Dienste schon in den frühen Morgenstunden an und sagen auch zu einer abendlichen Hunderunde nicht nein.

Tipp: Wenn Sie sehr frühe und sehr späte Aufträge vermeiden wollen, sollten Sie von Anfang an feste Geschäftszeiten kommunizieren.

Was muss ein Dogwalker können?

Kommen wir nun zu den Anforderungen an einen Dogwalker. Auch wenn es in Deutschland bisher keine staatlich anerkannte Berufsausbildung gibt, heißt das noch lange nicht, dass jeder X-beliebige diesen Job ausüben kann. Ganz im Gegenteil, als Dogwalker auf Erfolgskurs müssen Sie eine ganze Reihe von Voraussetzungen erfüllen:

  • Tierliebe im Allgemeinen und Hundeliebe im Speziellen
  • fachliche Kenntnisse rund um den Hund
  • blitzschnelles Einschätzen von Gefahren- und Konfliktsituationen
  • gutes Reaktionsvermögen
  • Durchsetzungsvermögen
  • Souveränität
  • Freude daran, draußen zu arbeiten (und zwar bei Wind und Wetter)
  • Freude an Bewegung

Als Dogwalker sollte man Freude an Bewegung haben.

Der typische Karriereweg eines Dogwalkers

Wie bereits erwähnt, kann man den Beruf des Dogwalkers weder in einer Ausbildung noch im Rahmen eines Studiums erlernen. Wer diese Geschäftsidee realisieren möchte, kann sich allerdings trotzdem fachlich darauf vorbereiten.

Die meisten Dogwalker können zum Beginn Ihrer Selbstständigkeit bereits auf eine mehrjährige Erfahrung als Gassigeher in Tierheimen und/oder Hunde-Sitter zurückblicken. Diese Tätigkeiten eignen sich hervorragend, um grundlegende Fähigkeiten zu erlernen und ein Gespür für die unterschiedlichsten Hunde-Typen zu erlangen. Denn eines sollte jedem Dogwalker bewusst sein: Es gibt nicht „den einen“ Hund. Jedes Tier ist ein einzigartiges Individuum mit Stärken und Schwächen, Macken und liebenswerten Eigenschaften.

Um diese möglichst schnell zu erkennen und gut damit arbeiten zu können, ist es außerdem sinnvoll, als angehender Dogwalker eine Ausbildung oder einen Workshop zum Hundetrainer zu absolvieren. Im Zuge dieser Maßnahmen erlernen Sie nicht nur den professionellen Umgang mit den Tieren, Sie erfahren auch, wie Sie heikle Situationen deeskalieren, besonders komplizierte Fälle in Schach halten und Hunden schnell grundlegende Kommandos beibringen.

Wer gar nichts dem Zufall überlassen will, kann sich mittlerweile auch im Internet auf die Suche nach speziellen Weiterbildungsangeboten für angehende Dogwalker machen. Die Geschäftsidee hat inzwischen so an Bekanntheit gewonnen, dass es kaum verwunderlich ist, dass die ersten Seminare und Online-Workshops bereits wie Pilze aus dem Boden schießen.

Als Dogwalker sollten Sie schnell ein Vertrauensverhältnis zu den Hunden aufbauen können.

Dogwalker werden: Was muss man sonst noch beachten?

  • Versicherungen: Das Ausführen fremder Hunde ist stets mit diversen Risiken verbunden – sowohl für Sie als auch die Hunde und nicht zuletzt andere Menschen, die beispielsweise von einem der Tiere angegriffen werden können. Um in einer solchen Lage ausreichend abgesichert zu sein, ist es unverzichtbar, entsprechende Versicherungen abzuschließen.
  • Kundengewinnung: Sie sind bestens auf die Tätigkeit als Dogwalker vorbereitet und können es kaum erwarten, die ersten Tiere auszuführen? Dann sollten Sie zunächst einmal ordentlich die Werbetrommel rühren. Um Kunden zu gewinnen, können Sie unterschiedlichsten Werbekanäle nutzen – von der Facebook-Seite über Flyer bis hin zum Messestand.
  • Büro: Obwohl Sie die meiste Zeit des Tages im Freien verbringen werden, müssen Sie als Dogwalker ein Büro einrichten. Hier können Sie Emails checken, Telefonate führen, Kundenanfragen koordinieren, Marketing betreiben und viele andere administrative und organisatorische Aufgaben erledigen. Um Kosten zu sparen, ist es sinnvoll, sich ein Home Office einzurichten.
  • Bekleidung: Ein Aspekt, der gern vergessen wird, ist die passende Berufsbekleidung für Dogwalker. Hierbei gilt vor allem: Wind- und wetterfest sollte sie sein. Investieren Sie zu Beginn unbedingt in ein paar ordentliche (Wander-)Schuhe, eine bequeme Hose und eine Allwetter-Jacke. Die Kleidungsstücke können als Betriebsausgabe verbucht und steuerlich geltend gemacht werden.

Dogwalker – Ein Beruf mit Zukunft?

Der Siegeszug der Dogwalker in Deutschland hat gerade erst begonnen. Noch immer wird die Geschäftsidee als exotisch und ausgefallen wahrgenommen, überzeugt aber gleichzeitig auch mehr und mehr Interessenten.

Fakt ist: Die Akzeptanz wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Das wiederum bedeutet, dass immer mehr Hundebesitzer bereit sind, ihre Haustiere in die Obhut eines professionellen Dogwalkers zu geben. Schließlich wollen sie nur das beste für den Hund, der in den meisten Fällen ein festes und innig geliebtes Mitglied der Familie darstellt.

Wichtig: Gewerbe anmelden!

Wer sich als Dogwalker selbstständig machen und damit Geld verdienen will, darf natürlich einen wichtigen Schritt auf gar keinen Fall vergessen: Die Gewerbeanmeldung beim ansässigen Gewerbeamt.

Hierbei ist zu beachten, dass Sie eine Rechtsform angeben. Die meisten Dogwalker sind Einzelunternehmer. Diese Rechtsform ist nicht nur verhältnismäßig unbürokratisch, sondern setzt auch kein Stammkapital voraus. Der große Nachteil des Einzelunternehmens: Falls Sie mit Ihrem Business scheitern, haften Sie nicht nur mit Ihrem geschäftlichen, sondern auch mit Ihrem privaten Vermögen.

Hinweis: Viele Dogwalker bauen Ihre Selbstständigkeit erst einmal im Nebengewerbe auf. Wenn Sie dann genügend Kunden haben, kann die Tätigkeit auch problemlos zum Hauptberuf geändert werden.

Bilder: www.pixabay.com

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