Energieberater werden | Alles, was Sie wissen und beachten sollten

Energieberater werden | Alles, was Sie wissen und beachten sollten

Nachhaltigkeit spielt im Leben von immer mehr Menschen eine zentrale Rolle. Man möchte so agieren, dass man der Umwelt möglichst wenig Schaden zufügt und auch nachfolgende Generationen noch eine Erde vorfinden, auf der man gut leben kann. Ein Bereich, der wirklich eng mit dem Thema Nachhaltigkeit verknüpft ist, ist die Energie. Glücklicherweise sind Öko-Strom, Energieeffizienz und Co. längst keine Randthemen mehr. Ganz im Gegenteil: Immer häufiger werden Sie zum (angestrebten) Normalfall. Eine Berufsgruppe, die hiervon maßgeblich profitiert, sind die sogenannten Energieberater. Die gute Nachricht: Um als Energieberater arbeiten zu dürfen, müssen Sie keine bestimmten fachlichen Voraussetzungen erfüllen. Die schlechte: Dieser Umstand sorgt dafür, dass der Markt voller schwarzer Schafe ist, gegen die man sich behaupten muss.

Was macht ein Energieberater?

Ein Energieberater hat die Aufgabe, seine Kunden rund um das Thema Energie zu beraten – bis hier hin durchaus einleuchtend. Überaus wichtig ist, dass hierbei stets das Augenmerk auf Nachhaltigkeit und den effizienten Einsatz von Energien gelegt wird. In diesem Kontext werden beispielsweise solche Fragen beantwortet:

  • Welche umweltfreundliche Energie kommt für uns in Frage?
  • Wie wird möglichst wenig Energie verschwendet?

Als Energieberater werden Sie vorrangig mit Unternehmen, hin und wieder aber auch mit Privatpersonen zusammenarbeiten. Wichtig zu wissen ist, dass der Beruf nicht mit dem Gebäudeenergieberater verwechselt oder gleichgesetzt werden kann. Hierbei handelt es sich um eine andere Tätigkeit, die – im Gegensatz zum Energieberater – eine geschützte Berufsbezeichnung und somit zulassungspflichtig ist.

Ausbildung zum Energieberater.

Wie wird man Energieberater?

Grundsätzlich darf sich jeder in Deutschland als Energieberater bezeichnen. Das bedeutet zwar einerseits, dass Sie den Beruf ohne jede Voraussetzung ausüben dürfen, aber andererseits auch, dass sich auf dem Markt viele vermeintliche Experten tummeln, die das Vertrauen der Kunden missbrauchen.

Um sich bestmöglich gegen diese zweifelhafte Konkurrenz zu behaupten und gleichzeitig Ihren potentiellen Kunden zu signalisieren, dass Sie im Gegensatz zu anderen wirklich Ahnung von Energieberatung haben, ist es überaus sinnvoll, eine entsprechende Ausbildung zu absolvieren.

Attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten werden inzwischen von fast allen namhaften Fern-Akademien angeboten.

Um Ihren Expertenstatus als Energieberater zusätzlich zu untermauern, können Sie sich auch in Listen wie diese hier eintragen lassen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass Sie hierfür ein paar grundlegende Voraussetzungen erfüllen und Ihre fachliche Kompetenz nachweisen müssen.

Warum sind Energieberater so gefragt?

Wenn sich Privatpersonen für Energieberater interessieren, dann in erster Linie, weil Sie ein Bauprojekt planen und dieses möglichst energieeffizient gestalten wollen. Das senkt nicht nur langfristig Kosten, sondern wird zum Teil auch staatlich gefördert. Der Aspekt des Umweltschutzes spielt bei Bauvorhaben eher eine untergeordnete Rolle.

Anders verhält es sich im Falle der Unternehmen. Hier wird Nachhaltigkeit seit einer Weile ausgesprochen groß geschrieben. Kein Wunder, denn wer nach außen hin ein positives Image ausstrahlen will, legt Wert auf Umweltschutz und den sinnvollen Einsatz von Ressourcen.

Energieberater helfen, Kosten zu sparen.

Die Entwicklung hin zu einem geschärften Bewusstsein für die umweltpolitischen Probleme der Welt ist ein wahrer Segen für Energieberater. Inzwischen gehört es sozusagen zum guten Ton, sich mit Themen wie Umweltschutz und „grüner Energie“ auseinanderzusetzen, wenn man seine Kunden milde stimmen will.

Doch nicht nur die Nachhaltigkeit in all ihren Facetten trägt dazu bei, dass sich Unternehmen einen Umweltberater ins Haus holen. Auch hier spielt selbstverständlich der monetäre Faktor eine entscheidende Rolle. Indem Sie Unternehmen erklären, wie Sie Energien am effizientesten einsetzen und so handeln, dass nichts verschwendet wird, können diese schlichtweg bares Geld sparen.

Ein Berufsfeld mit Perspektive

Die aktuellen Entwicklungen rund um Energie, Ressourcen und Umweltschutz sind noch lang nicht am Ende angekommen. Auch wenn einige es schon nicht mehr hören können, wird uns das Thema Nachhaltigkeit auch in den kommenden Jahren oder sogar Jahrzehnten begleiten. Für Sie als (angehenden) Energieberater bedeutet das: Beste Voraussetzungen und quasi immer volle Auftragsbücher.

Wer sich für diesen Beruf entscheidet, entscheidet sich für eine Karriere mit Perspektive. Denn auch wenn es im Internet immer mehr Hinweise zum Schlagwort Energieeffizienz gibt, schwören die meisten doch nach wie vor auf die kompetente Beratung durch den Fachmann beziehungsweise die Fachfrau.

Diese Anforderungen muss ein Energieberater erfüllen

Auch wenn es keine festgelegten Anforderungen an Energieberater gibt, heißt das nicht automatisch, dass jeder für diese Tätigkeit geeignet ist. Wer in diesem Beruf arbeiten und sich im Vorfeld optimalerweise auch zertifizieren lassen will, muss gewisse Anforderungen erfüllen. Grundsätzlich gelten für alle Energieberater allgemein diese Voraussetzungen:

  • umfassendes Fachwissen
  • kompetentes Auftreten
  • gepflegtes Auftreten
  • gute Rhetorik
  • klare, verständliche Sprache
  • abwechslungsreiche Vortragsweise
  • Fähigkeit, komplizierte Sachverhalte einfach zu erklären

Diese Anforderungen muss ein Energieberater erfüllen

Wer sich für die Aus- beziehungsweise Weiterbildung zum Energieberater entscheidet, muss zusätzlich beachten, dass an einigen Fern-Akademien Vorkenntnisse gefordert werden, um eine Zulassung zum Kurs zu erhalten. Es ist immer von Vorteil, wenn Sie vor Ihrer Karriere als Energieberater bereits als

  • Maurer
  • Installteur
  • Elektrotechniker
  • Dachdecker
  • (Innen-)Architekt
  • Bau-Ingenieur

oder in einem vergleichbaren (Handwerks-)beruf gearbeitet haben.

Energieberater – Ein abwechslungsreicher und anspruchsvoller Beruf

Wer sich für die Laufbahn als Energieberater entscheidet, darf sich auf einen abwechslungsreichen Berufsalltag freuen. Da Sie immer wieder mit neuen Kunden aus den unterschiedlichsten Bereichen arbeiten werden, müssen Sie lernen, sich immer wieder auf andere Situationen einzustellen. Was anfangs noch eine Herausforderung ist, stellt sich schon bald als angenehme Abwechslung zu verschiedenen Routinen dar.

Hinzu kommt außerdem, dass Ihr Wissensstand stetig erweitert werden muss. Es gibt immer wieder Neuerungen auf dem Gebiet der Energieeffizienz und auch im Hinblick auf Gesetze, Richtlinien und Förderprogramme werden Sie immer wieder auf Neuerungen stoßen, die für Ihre Kunden von Relevanz sind. Wer diese umfassend, korrekt und zielgruppenorientiert beraten möchte, muss das Thema „Lebenslanges Lernen“ überaus ernst nehmen und sich auf regelmäßige Weiterbildungen einstellen.

Lassen Sie sich jedoch gesagt sein, dass sich der Aufwand lohnt. Als selbstständiger Energieberater haben Sie nicht nur einen sicheren, sondern auch einen gut bezahlten Job. Einnahmen von 4.000 Euro und mehr pro Monat sind absolut keine Seltenheit.

Bilder: www.pixabay.com

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