Fahrradkurier werden | Als Fahrradkurier selbstständig machen

Fahrradkurier werden | So machen Sie sich als Fahrradkurier selbstständig

Der Beruf des Fahrradkuriers übt auf viele eine besondere Anziehungskraft aus. Vor allem sportliche Menschen, die es sich überhaupt nicht vorstellen können, jeden Tag acht Stunden und mehr im Büro zu sitzen, denken hin und wieder darüber nach, den Schreibtischstuhl gegen ein Fahrrad zu tauschen und als Kurier zu arbeiten. Wenn Sie die nötige Kondition mitbringen und kein Problem damit haben, bei Wind und Wetter draußen unterwegs zu sein, dann könnte es sich durchaus lohnen, über einen beruflichen Neuanfang nachzudenken. Wie Sie sich als Fahrradkurier selbstständig machen, was Sie dabei beachten und welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, verrät Ihnen der nachfolgende Beitrag.

Was macht man als Fahrradkurier?

Auch wenn es in nahezu jeder Stadt mittlerweile Fahrradkuriere gibt, ist vielen immer noch nicht zu 100 Prozent bewusst, was man als solcher den ganzen Tag über macht. Oder anders formuliert: Womit verdient ein Fahrradkurier eigentlich sein Geld?

Wenn Sie ein Fahrradkurier werden, dann besteht Ihre Hauptaufgabe darin, Sendungen aller Art – also zum Beispiel Briefe, Päckchen, Proben, etc. - von A nach B zu bringen. Das primär genutzte Fortbewegungsmittel ist ein Fahrrad, da Sie hiermit vor allem im innerstädtischen Bereich am schnellsten unterwegs sind. Hinzu kommt, dass Sie damit die Umwelt nicht zusätzlich verschmutzen und kein Geld für Kraftstoff ausgeben müssen.

Als Fahrradkurier sollten Sie körperlich fit sein.

Wer denkt, dass ein Fahrradkurier nichts anderes als ein Postbote ist, der hat nur zum Teil Recht. Natürlich kümmern sich auch die Mitarbeiter der Deutschen Post darum, dass Briefe und Co. vom Sender zum Empfänger kommen, doch werden Sie als Fahrradkurier einen weitaus kleineren Aktionsradius haben. Ihre Dienste werden in der Regel innerhalb einer Stadt in Anspruch genommen – also auf Strecken, die problemlos mit dem Fahrrad zurückgelegt werden können.

Viele Kunden entscheiden sich außerdem ganz bewusst für den Fahrradkurier, wenn eine Sendung besonders schnell zum Empfänger kommen muss. Während die Deutsche Post selten noch am gleichen Tag ausliefert, können Sie das Päckchen oder den Brief oftmals schon nach wenigen Minuten übergeben. Um Ihre Kunden glücklich zu machen, sollten Sie immer versuchen, so schnell wie möglich vom Start zum Ziel zu gelangen.

Was muss ein angehender Fahrradkurier alles mitbringen?

Als Fahrradkurier müssen Sie vor allen Dingen eines sein: körperlich fit. Es gehört zu Ihrem zukünftigen Arbeitsalltag, dass Sie täglich – je nach Auftragslage – 10 bis 50 Kilometer auf dem Fahrrad unterwegs sind. Einige Fahrradkuriere berichten auch, dass sie täglich bis zu 90 Kilometer absolvieren. Wer zuvor nur gelegentlich eine Tour auf dem Drahtesel gemacht hat, wird schnell an seine Grenzen stoßen und feststellen, dass es sehr viel anstrengender als gedacht ist, als Fahrradkurier zu arbeiten.

Eine weitere wichtige Voraussetzung für diesen Beruf ist Durchblick im Straßenverkehr. Als Fahrradfahrer müssen Sie zwar keine Fahrerlaubnis haben, doch kommt es Ihnen nur zugute, wenn Sie alle Regelungen der StVO kennen.

Etwas, was jeder Fahrradkurier unbedingt mitbringen muss, ist eine fundierte Ortskenntnis. Wie weiter oben bereits beschrieben, gilt in dieser Branche die Devise „Zeit ist Geld“. Kuriere, die erst einmal auf der Karte oder online nachschauen müssen, wie sie am besten beziehungsweise schnellsten an einen bestimmten Ort kommen, werden in diesem Beruf nicht lang überleben. Wenn Sie einen neuen Auftrag angenommen haben, sollte Ihnen sofort klar sein, welcher Weg der richtige ist.

Als Fahrradkurier benötigt man die richtige Ausrüstung.

Neben diesen persönlichen Voraussetzungen gibt es auch noch eine Reihe von materiellen, die Sie unbedingt kennen sollten, wenn Sie als selbstständiger Fahrradkurier arbeiten wollen:

  • Das Fahrrad: Ein Fahrradkurier ohne Fahrrad? Völlig undenkbar. Überlegen Sie sich gut, welches Modell das richtige für Ihre Arbeit ist. Rennräder sind zwar beispielsweise unschlagbar schnell, dafür aber auf Kopfsteinpflaster eine echte Herausforderung. Wenn Sie sich für Ihr Business ein neues Fahrrad zulegen wollen, sollten Sie besser etwas mehr Geld investieren. Sie werden hinterher merken, dass es sich gelohnt hat.
  • Die Kuriertasche: Ähnlich essenziell wie das Fahrrad ist für den Kurier auch die Tasche. Diese sollte nicht nur genügend Platz für mehrere Sendungen bieten, sondern unbedingt auch wasserdicht sein. Es wird immer wieder vorkommen, dass Sie gerade unterwegs sind und es zu regnen beginnt. Sind die Briefe, Pakete usw. nass, wenn Sie sie dem Empfänger geben, wird dieser (und auch der Sender) alles andere als zufrieden sein.
  • Die Kleidung: Bleiben wir noch kurz beim Thema Wetter. Natürlich werden Sie als Fahrradkurier auch bei Wind und Regen unterwegs sein müssen. Um jegliche Wetterkapriolen bestmöglich zu überstehen, ist es von großer Wichtigkeit, Ihre Bekleidung entsprechend anzupassen. Als Fahrradkurier sollten Sie auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Eine Regenjacke gehört genauso zur Standardausrüstung wie kurze Hosen.
  • Ein Sturzhelm: Egal ob Sommer oder Winter, sonnig oder regnerisch – auf den Kopf eines Fahrradkuriers gehört ein Sturzhelm! Weil Sie so viel und häufig auch extrem schnell unterwegs sein werden, sind Verkehrsunfälle nicht auszuschließen. Sorgen Sie für optimalen Schutz, indem Sie vorausschauend fahren, stets aufmerksam sind und einen Helm tragen.
  • Das Funkgerät und/oder Smartphone: Als Fahrradkurier müssen Sie für Ihre Kunden und später vielleicht auch für Ihre Mitarbeiter immer erreichbar sein. Die Kommunikation wird üblicherweise über Funkgeräte und Smartphones abgewickelt.

Wie viel verdient man als Fahrradkurier?

Als Fahrradkurier arbeiten ist wirklich ein harter Job – der leider in den seltensten Fällen wirklich gut bezahlt wird. Wenn Sie sich für diese Karriere entscheiden, dann sollte Ihnen vom ersten Moment an klar sein, dass man hiermit nur sehr schwer reich werden kann.

Wie viel verdient man als Fahrradkurier?

Die meisten Fahrradkuriere lieben ihren Job, weil das Fahrradfahren ihre Leidenschaft ist. Wenn auch Sie zu diesen Menschen gehören, dann wird es Sie wahrscheinlich nicht stören, dass die Verdienstmöglichkeiten eher im unteren Segment angesiedelt werden können.

Wer als angestellter Fahrradkurier arbeitet, erhält oftmals nur den Mindestlohn. Wenn Sie selbstständig sind, sollten Sie mindestens 20 Euro pro Stunde anpeilen, um auch wirklich von Ihrem Job leben zu können. Es ist in der Branche allerdings auch nicht unüblich, dass Kuriere nicht nach Stundenaufwand, sondern pauschal für ihre Aufträge bezahlt werden. Wichtig ist, dass Sie immer genau wissen, wie viel Sie am Ende des Monats verdient haben müssen, um über die Runden zu kommen. Anhand dessen lässt sich dann besser abschätzen, ob sich der Aufwand für eine Kurierfahrt lohnt oder nicht.

Bilder: www.pixabay.com

Weitere Geschäftsideen

 

Menü Brötchendienst

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok