Hundepension eröffnen | Was gibt es zu beachten?

Hundepension eröffnen - die Geschäftsidee für Hundeliebhaber.

Sie lieben Tiere und vor allem das zweitliebste Haustier der Deutschen hat es Ihnen angetan? Statistiken zufolge besitzt jede dritte Familie auf dem Land einen Hund. Klar, wir Deutschen lieben die Vielfalt der Vierbeiner, unsere treuen Hofbeschützer, Spielgefährten und Alltagsausgleicher. Die meisten von ihnen würden alles für ihren Hund tun, damit es ihm möglichst gut geht.

Hin und wieder kommt es jedoch vor, dass der Hund gerade so gar nicht ins Konzept passt und man eine Betreuung benötigt. Beispielsweise wenn es in den Urlaub geht oder man auf Geschäftsreise muss. Freunde, Familienmitglieder und Bekannte haben keine Zeit – was nun? Sie haben die Problematik vieler Hundebesitzer erkannt wollen nun mithilfe einer eigenen Hundepension Abhilfe schaffen.

Die fachgerechte Unterbringung von Hunden in eine Hundepension

Eine eigene Hundepension eröffnen ist der Traum vieler junger Hundeliebhaber, immerhin hat man er dann den ganzen Tag mit den geliebten Vierbeinern zu tun, etwas, dass man sonst nur in seiner Freizeit tun kann. So schön der Gedanke von herum tollenden Hunden auch ist, eine Hundepension bedeutet viel Arbeit und zunächst geht es um die Umsetzung seiner individuellen Geschäftsidee. Die Marktlücke Hundepension ist auf jeden Fall noch vorhanden, die Nachfrage steigt und so bietet sich eine ideale Existenzgrundlage an. Sogar Heimtierverbände befürworten die Hundepensionen, denn so sinkt das Risiko, dass während der Urlaubszeit das Tier einfach am Straßenrand ausgesetzt wird.

Hundpension eröffnen und mit den Hunden Gassi gehen.

Hundepension eröffnen – die Grundlagen vor der Eröffnung

Hier geht es nicht nur um den Verdienst und Erfolg des Menschen, hier geht es in erster Linie um das Wohl der Tiere. Für sie müssen grundlegende Aspekte abgeklärt werden, denn die Hundepension muss nach Richtlinien des Tierschutzgesetztes errichtet werden. Im Internet können diese Regelungen einfach heruntergeladen werden. Wer sich nicht an diese hält, der wird früher oder später Probleme bekommen und muss unter Umständen die Pension schließen. Diese Voraussetzungen sind vorab zwingend zu notieren:

  1. Sie benötigen eine Gewerbeanmeldung bei Ihrem zuständigen Amt aus Ihrer Region
  2. Ihnen muss erlaubt werden, dass Sie Hunde in dieser Region halten und betreuen dürfen. Dafür benötigen Sie die Gewerbeerlaubnis.
  3. Sie müssen einen Sachkundenachweis beim zuständigen Veterinäramt vorlegen

Bürokratie wird in Deutschland groß geschrieben, damit ist es jedoch bei einer Hundepension noch nicht getan. Nach der Eröffnung müssen Sie einen Tierarzt beauftragen, die Räumlichkeiten durch ein Gutachten zu kontrollieren. Wichtig dabei sind diverse Einhaltungen in Sachen Zwingerhaltung oder Ähnliches. Diese müssen Mindestgrößen entsprechen, sodass eine artgerechte Haltung gewährleistet wird. Zwinger sind in diesem Fall sicherlich notwendig, wenn auch nur ergänzend zu anderen Räumlichkeiten. Immerhin könnte es sein, dass Sie sehr unverträgliche Hunde bekommen oder kranke Tiere mit Behinderung betreuen müssen.

Hundepension eröffnen - die Hunde müssen Ihnen vertrauen.

Voraussetzungen für die Eröffnung einer Hundepension

Auch Sie müssen, bevor sie eine eigene Hundepension eröffnen können, einige Voraussetzungen erfüllen. Und damit ist nicht nur die Liebe zu Hunden im Allgemeinen gemeint. Sie benötigen ein kompetentes Team, welches bestenfalls aus Hundepflegern, Hundetrainern oder vielleicht sogar Menschen mit tierärztlichem Hintergrund besteht. Überlegen Sie nun, wie viele Tiere Sie gleichzeitig betreuen und aufnehmen können. Die Kapazität an Hunden sollen Sie gut abwägen, nicht, dass Sie während der Stoßzeiten Ihrer Pension maßlos überfordert sind.

Seien Sie für sämtliche Hunderassen ausgestattet und vorbereitet. Größere Hunde benötigen entsprechend Auslauf, die Zwinger müssen entsprechend freundlich gestaltet werden und es muss den Tieren ständig Zugang zu Trinkwasser zur Verfügung stehen.

Informieren Sie sich über andere Hundepensionen in Ihrer Nähe und spionieren Sie die Preise für Nacht- bzw. Tagesbetreuung aus. Bestenfalls finden Sie die Preise auf den jeweiligen Internetseiten wieder.

Überlegen Sie sich nun, was Sie außer der Betreuung anbieten können. Bestenfalls können Sie spezielle Leistungen wie Trainingseinheiten oder größere Spaziergänge anbieten. Auch ein Hundesalon kann den Kunden gefallen, wenn der Collie mit seidig glänzendem Fell und gestutzten Krallen wieder abgeholt werden kann. Ermitteln Sie den Bedarf Ihrer Leistungen anhand der Umgebung und der bestehenden Angebote.

Hundepension eröffnen und sich mit den Hunden beschäftigen.

Was Sie sonst noch für die Hundepension benötigen

Natürlich ist es nicht einfach passende Räumlichkeiten für eine Hundepension zu finden. Sie benötigen neben den Wohnflächen für die Hunde auch einen Lagerraum, da Ihre Kunden vielleicht Futter oder das Lieblingsspielzeug selbst mit bringen möchten. Außerdem sollten Sie ein Büro einrichten, indem Sie alle möglichen administrativen Aufgaben erledigen können.

Da Sie die Hunde natürlich nie vollständig alleine lassen dürfen und auch nachts eine Betreuung sichern müssen, sollten Schlafgelegenheiten für die Betreuer geschaffen werden. Eigene Schlaf- oder Wohnräume mit kleiner Küche und Bad sind da sicherlich sinnvoll.

Alleinstellungsmerkmal Ihrer Hundepension schaffen

Hundebetreuer und Hundepensionen gibt es viele, zwar nicht in jedem Ort, allerdings schläft die Konkurrenz nicht. Finden Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal und überlegen Sie sich, was sich Hundebesitzer für Ihren Vierbeiner während ihrer Abwesenheit wünschen. Arbeiten Sie vielleicht mit einem Tierarzt zusammen und können zusätzliche tierärztliche Notfallversorgung garantieren? Können Sie vielleicht einen Hundefriseur für sich gewinnen und einen kleinen Wellnesssalon für Hunde beifügen? Oder haben Sie gute Kontakte zu erstklassigen Hundefutterherstellern und können Futter oder Zubehör verkaufen? Wichtig ist, dass sich nicht nur der Hund in der Hundepension wohl und sicher fühlt, sondern auch der Kunde und Hundebesitzer davon überzeugt wird. Auch er muss sich wohl fühlen.

Ihr Konzept lässt sich im Bereich Hundebetreuung stets erweitern, wenn Sie es richtig anstellen. Ihr Team kann beispielsweise mit Hundetrainern erweitert werden, welche tagsüber mit den Hunden trainieren. Auch können Sie eine kleine Hundeschule eröffnen, welche tagsüber auch für Nicht-Pensions-Kunden in Anspruch genommen werden kann. Bleiben Sie in Sachen Service nicht stehen und reagieren Sie auf die Ansprüche der Hundebesitzer.

Hundepension eröffnen und den Kleinen ein zuhause geben.

Finanzierung von Hundepensionen

Das Konzept und der Businessplan sollten überzeugen, sowohl bei den Zahlen, als auch beim Angebot. Erstellen Sie ein Logo, eine Website, lassen Sie Flyer und Visitenkarten drucken. Und dann kümmern Sie sich um die Finanzierung. Immerhin müssen Sie die Räume anmieten, die Nebenkosten bezahlen können, sich um Futter, Wasser, Hundespielsachen, Hundeschlafplätze und weitere tierische Dinge kümmern. Auch die Mitarbeiter wollen schließlich entlohnt werden. All das bestimmt letztendlich den Preis. Damit das Konzept aufgeht, müssen Sie Investoren oder Kreditgeber davon überzeugen, vor allem aber müssen Sie vom Bedarf überzeugen.

Denn dieser ist für nicht- Hundehalter erst einmal nicht automatisch nachvollziehbar. Nicht alle Kredit- oder Geldgeber können Ihre Leidenschaft zu Hunden teilen. Suchen Sie sich von Anfang an tierliebe Partner, mit denen Sie Ihre Hundepension eröffnen. 

Bilder: www.pixabay.com

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