Lieferdienst gründen | Profitieren Sie vom boomenden Onlinehandel

Lieferdienst gründen | Profitieren Sie vom boomenden Onlinehandel

Der Onlinehandel boomt. Daran wird die aktuelle Rezession langfristig nichts ändern. Wer die Möglichkeit erkennt und frühzeitig Services anbietet, die eine hohe Nachfrage verzeichnen, kann sich erfolgreich selbstständig machen oder sogar schrittweise ein großes Unternehmen aufbauen. Eine gefragte Dienstleistung ist die Lieferung von Waren. Je mehr im Internet gekauft wird, umso höher wird der Bedarf an Lieferdiensten sein. Die Lieferdienste wachsen demzufolge mit dem Onlinehandel mit. Doch wie stehen die Chancen, wenn man einen Lieferdienst gründen will?

Aus einer Nische herauswachsen

Die Geschichte der erfolgreichsten Online-Unternehmen hat gelehrt, dass es lohnend ist, sich zu Beginn der Aufnahme einer Tätigkeit auf eine Nische zu fokussieren. Amazon begann anfangs als ein Bücher-Versandhandel. Ob die Geschichten von der Klingel in der Garage wahr sind, die jedes Mal geläutet wurde, wenn sich ein Buch verkaufte, sodass sie aufgrund der hohen Verkaufszahlen und des nervigen Klingelns nach nur wenigen Wochen abgeschafft werden musste, sei dahingestellt. Aber es ging anfangs über eine Nische. Nun ist Amazon die nach dem Börsenwert größte Handelsplattform der Welt. Andere Geschichte: Facebook. Das Soziale Medium ging als ein rein auf Universitätsmitglieder beschränktes Netzwerk an den Start. Nun ist es das einflussreichste Netzwerk der Welt, das zudem weitere Netzwerke aufgekauft hat und nach wie vor aufkauft.

Für Ihren eigenen Lieferdienst bedeutet dies, dass Sie sich idealerweise zunächst auf eine Branche oder auf eine kleine Auswahl an Partnershops fokussieren. Sie könnten anfangs beispielsweise ausschließlich kostengünstig sperrige Möbel aus Online-Shops ausliefern. Da hier die Verkaufszahlen pro Produkt tendenziell höher sind als in anderen Branchen und die Produkte mehr Stauraum erfordern, haben Sie den Wagen schneller voll als bei kleineren Artikeln und zugleich einen höheren Profit. Aus der Nische der Online-Shops für Möbel herauswachsend, haben Sie später reichlich Perspektiven, zu größeren oder kleineren Produkten zu wechseln:

  • Statuen
  • Sonderanfertigungen
  • (Bau-)Materialien
  • Kunsttransporte
  • Nahrungsmittel
  • Dokumente
  • und vieles mehr

Info: Zu beachten sind dabei stets die individuellen Hürden. Der Vorschlag, mit Möbel-Shops zu beginnen, kommt nicht von ungefähr. Denn Möbel sind im Gegensatz zu Baumaterialien bereits in geringeren Mengen über Partner-Shops problemlos lieferbar. Sie sind weniger schwer als Statuen. Nahrungsmittel weisen im Vergleich zu Möbeln höhere regulatorische Hürden auf. So müssen beispielsweise Kühlketten eingehalten werden. Zahlreiche Partner verlangen mittlerweile modernste Technik, um die Einhaltung der Kühlketten auf digitalem Wege nachverfolgen zu können.

Im Fokus steht für Sie also ein möglichst barrierefreier Start aus einer Nische heraus. Sind Möbel für Sie und Ihr Fahrzeug zu groß, dann wählen Sie Deko-Artikel oder Blumen. Solange Sie es für den Start barrierearm halten, sind Motivation und Erfolg begünstigt.

Solide Basis schaffen und keine Investitionen scheuen

Eine solide Basis schaffen, wenn Sie einen Lieferdienst gründen

Schaffen Sie sich eine solide Basis für den Anfang, indem Sie für einen oder zwei Shops zuverlässig liefern. Auch, wenn Sie zu mehr imstande wären: Vermeiden Sie es, zu eng zu kalkulieren und den Verlust von Auftraggebern zu riskieren. Sollten Sie sich auf Basis dieser Grundsätze mit zwei Auftraggebern eingespielt und eine konstante Auftragslage haben, dann kommen die nächsten Schritte. Dazu gehört der Ausbau des eigenen Geschäfts. Es ist empfehlenswert, zunächst in der bereits vertrauten Nische zu bleiben, aber die Auftragslage zu erhöhen. Wurden bisher an jedem Wochenende nebenberuflich zwei Touren gefahren, können Sie nun über eine hauptberufliche Ausübung Ihrer Tätigkeit nachdenken und mehr Aufträge annehmen oder aber den bzw. die ersten Mitarbeiter einstellen. Sofern es sich für Sie rechnet, kann die Aufnahme eines Kredits zum Ausbau des eigenen Lieferservices hilfreich sein.

Wichtig ist, dass Sie mit fortschreitendem Zeitraum Ihrer Tätigkeit keine Investition scheuen. Wenn Sie ausbauen möchten, dann müssen Sie Kapital investieren. Die Gründung und der Ausbau eines Lieferservices sind aufgrund zusätzlicher Fahrzeuge für Angestellte, der Einrichtung einer Web-Präsenz und der erforderlichen laufenden Kosten für Versicherungen anspruchsvoller als manche andere Gründungen, wie beispielsweise ein Bügelservice oder das Schreiben von eBooks. Die hohen Ansprüche ergeben sich daraus, dass Sie einer Tätigkeit mit physischer Präsenz und einem großen Aktionsradius nachgehen. So anspruchsvoll dies auch ist, so reichhaltig sind zugleich die Perspektiven für eine gute Entwicklung des Unternehmens.

Umsatzperspektiven mit dem Lieferdienst

Die Bezahlung richtet sich nach den Vereinbarungen mit den Online-Shops. Pizza.de ist beispielsweise eine Plattform, die nicht nur liefert, sondern auch Käufer vermittelt. Hier zahlen Pizzabäcker nach einem Bericht des Handelsblatts 14 % Provision für die Vermittlung von Kunden. Wer nur liefert, hat mit geringeren Einnahmen zu rechnen. Dies variiert allerdings mit der Branche, wie bereits erwähnt den individuellen Vereinbarungen mit Online-Shops sowie einer Vielzahl weiterer Faktoren:

  • Menge der eigenen Arbeitsleistung
  • Routenplanung
  • Anzahl der Angestellten
  • Abnutzung des Fahrzeugs
  • Weitere Kosten (z. B. Sprit, Versicherungen)

Personen, die bereit sind, einen besonders hohen Eigenaufwand einzubringen und auch einmal mehr als acht Stunden pro Tag zu arbeiten, werden mehr verdienen. Als Selbstständiger steht einem frei, zu arbeiten, solange und so oft man will. Davon müssen Selbstständige zu Beginn der Gründung oftmals sogar Gebrauch machen, um das Unternehmen entscheidend voranzutreiben. Mit der Dauer kann sich der eigene Arbeitsaufwand reduzieren, weil Mitarbeiter eingestellt werden. Diese nehmen einem selbst zwar Aufwand ab, kosten aber wiederum Geld. Am Ende ist alles eine Frage der korrekten Betriebsführung. Wer Einnahmen sowie Ausgaben gegenüberstellt und auch die nicht präzise definierbaren Kosten (z. B. Abnutzung des Fahrzeugs) mit einberechnet, sollte auf eine Summe kommen, die ihm persönlich zusagt. Die Gehaltsperspektiven sind höchst variabel. Einzelpersonen können bei hohem Aufwand mehr als 3.000 € netto pro Monat verdienen. Personen, die den eigenen Lieferservice zu einem großen Unternehmen heranwachsen lassen, haben die Perspektive auf fünfstellige Beträge und mehr. Anfangs und zwischendurch ist es immer wichtig, die Einnahmen sowie die voraussichtlichen Kosten einander gegenüberzustellen. Ein Geschäft lohnt sich nur, wenn die Einnahmen die Ausgaben in einem für Sie gerechtfertigten Ausmaß übertreffen.

Bilder: www.pixabay.com

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