Mobiler Bratwurststand | Was Sie hierbei alles beachten müssen

Mobiler Bratwurststand | Was Sie hierbei alles beachten müssen

Sie wollen sich mit einem mobilen Bratwurststand selbstständig machen? Unter gewissen Umständen gar keine schlechte Idee. Bedenken Sie hierbei aber auch immer, dass Sie einige Hürden meistern müssen, ehe Sie die ersten Würste auf den mobilen Grill werfen können. Was es bei der Gründung alles zu beachten gilt, wie Sie möglichst schnell in der Branche Fuß fassen und was Sie sonst noch wissen sollten – der nachfolgende Beitrag verrät es Ihnen.

Welche Genehmigungen braucht man für einen mobilen Bratwurststand?

Wer gern eine mobile Imbissbude betreiben und beispielsweise Bratwürste, Pommes, Currywurst und anderes Fast Food unter die Menschen bringen will, muss sich im Vorfeld erst einmal eine ganze Reihe von Genehmigungen besorgen. Kein Wunder, immerhin arbeiten Sie mit Lebensmitteln, was wiederum bedeutet, dass ein großer Fokus auf dem Thema Hygiene liegt.

Als angehender Betreiber eines mobilen Bratwurststandes brauchen Sie u.a.:

  • Eine Standgenehmigung (für ein gewisses Gebiet)
  • Gesundheitszeugnis (für Sie und auch für eventuelle Mitarbeiter)
  • Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz

Nicht zu vergessen ist außerdem der Gewerbeschein und eine Bescheinigung darüber, dass Sie Ihr Gewerbe offiziell angemeldet haben. Letzteres sollten Sie immer bei sich tragen, falls Sie an Ihrem mobilen Imbissstand kontrolliert werden.

Welche Genehmigungen braucht man für einen mobilen Bratwurststand?

Woher bekommt man einen mobilen Bratwurstgrill?

Wenn alle bürokratischen Hürden gemeistert wurden, lassen weitere Herausforderungen meist nicht lang auf sich warten. Ein mobiler Bratwurststand fällt natürlich nicht vom Himmel und so sollten Sie sich Gedanken darüber machen, wo Sie ein entsprechendes Arbeitsgerät herbekommen.

Grundsätzlich haben Sie zwei Möglichkeiten:

  • Sie kaufen einen fertigen Grill (wahlweise gebraucht)
  • Sie bauen Ihren mobilen Bratwurststand selbst

Was letztendlich günstiger ist, kann pauschal nicht gesagt werden. Am sinnvollsten ist es, wenn Sie Ausschau nach einem fertigen Modell halten und parallel darüber nachdenken, welche Kosten entstehen, wenn Sie selbst Hand anlegen. Falls bereits Material vorhanden ist und Sie nicht die Dienste eines Profis in Anspruch nehmen müssen, kann es durchaus sein, dass der Bratwurststand Marke Eigenbau am Ende etwas günstiger ist. Zeit sparen Sie hierdurch aber auf gar keinen Fall.

Die richtige Standortwahl für den mobilen Bratwurststand

Kommen wir nun zum Aspekt Standort. Wer einen mobilen Bratwurststand betreibt, sollte den größten Vorteil, der hieraus resultiert – natürlich die Mobilität – auch unbedingt nutzen und verschiedene Orte testen. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, immer wieder an die gleichen Plätze zurückzukehren, um somit eine Stammkundschaft aufzubauen. Grundsätzlich eignen sich diese Standorte hervorragend für den Verkauf von Bratwürsten:

  • Auf Plätzen
  • In Einkaufsstraßen
  • Vor Fußballstadien
  • In der Nähe von Discotheken und anderen Veranstaltungsorten
  • Auf Supermarktparkplätzen

Die Bratwürste werden hier gegrillt.

Wichtig: Die Absprache mit anderen Imbissbuden-Betreibern

Ein mobiler Bratwurststand kann leider nicht als innovative und einzigartige Geschäftsidee bezeichnet werden. Selbst in Kleinstädten werden Sie aller Voraussicht nach nicht der oder die Einzige sein, die hiermit sein/ihr Geld verdient. Damit dieser Umstand nicht im erbarmungslosen Konkurrenzkampf endet, bei dem am Ende alle Beteiligten als Verlierer herausgehen, empfiehlt es sich, von Anfang an kollegial mit den anderen Imbissbuden-Betreibern umzugehen.

Treten Sie in den offenen Dialog und treffen Sie Absprachen darüber, wer wann wo mit seinem mobilen Verkaufsstand unterwegs ist. Auf diese Weise wird eine faire Verteilung der besten Plätze erreicht und das Risiko, dass zwei mobile Stände an einem Ort auftauchen, minimiert.

Auch wenn es Überwindung kostet, einen bestimmten Platz an umsatzstarken Tagen für den Konkurrenten zu räumen, sollten Sie sich doch ins Gedächtnis rufen, dass am Ende alle – auch Sie – von solchen Absprachen profitieren. Es bringt einfach nichts, wenn sich zwei mobile Bratwurststände direkt nebeneinander platzieren und gegenseitig die Kundschaft wegschnappen. Sorgen Sie lieber für den nötigen Abstand und freuen Sie sich über jeden einzelnen, der seine Bratwurst bei Ihnen kauft.

Die Qualität kann über den Erfolg entscheiden.

Die Wahl des Metzgers kann entscheidend sein

Ähnlich wichtig wie der Verkaufswagen und der richtige Standort – vielleicht aber auch viel wichtiger als beides zusammen – ist die Wahl der richtigen Bratwurst. Wer sich mit diesem Faktor auseinandersetzt, wird ganz schnell merken: Wurst ist nicht gleich Wurst. Gerade im „Geburtsland der Bratwurst“ Thüringen gibt es unzählige verschiedene Varianten, die sich geschmacklich durchaus voneinander unterscheiden. Doch auch im Rest der Bundesrepublik geht es beim Auswählen eines Lieferanten um die Wurst.

Übrigens: Wer Original Thüringer Rostbratwurst verkaufen will, muss sich unbedingt von einem Thüringer Metzger beliefern lassen. Dieser kann die „Echtheit“ der Wurst auch zertifizieren.

Wenn Sie auf der Suche nach einem Metzger sind, der Sie mit Bratwurst für Ihren mobilen Stand versorgt, ist es ratsam, sich erst einmal umzuhören. In jeder Region gibt es herausragende Fleischer, die besonders viele Kunden überzeugen. Es lohnt sich, mit genau diesen „Stars“ der Szene zusammenzuarbeiten – auch wenn die Ware vielleicht etwas teurer ist.

Es bringt Ihnen rein gar nichts, billige und somit vielleicht auch minderwertige Bratwürste einzukaufen. Wenn diese geschmacklich und qualitativ nicht überzeugen können, werden die Käufer Ihren mobilen Bratwurststand nicht wieder aufsuchen.

Info: Wenn Sie sich einmal für einen Metzger entschieden haben und mit der Wahl zufrieden sind, sollten Sie ihm auch treu bleiben. Bratwurst-Liebhaber wissen gern, woran sie sind, wenn Sie eine Imbissbude ansteuern. Sie reagieren dementsprechend sensibel auf häufige Wechsel.

Mobiler Bratwurststand: Marketing für Genussmenschen

Imbissbuden-Betreiber, die seit Jahrzehnten im Geschäft sind und sich längst am Markt etabliert haben, brauchen in der Regel kein Geld für Marketing und Werbung ausgeben. Anders verhält es sich jedoch, wenn Sie neu in die Branche einsteigen und als Newcomer erst einmal die Kunden überzeugen müssen.

Marketing für mobile Bratwurststände.

Als Gründer – egal, in welchem Bereich Sie tätig sind – sollten Sie sich immer mit dem Thema Marketing auseinandersetzen. Wenn Sie es clever anstellen und eine gute Strategie entwickeln (lassen), reichen manchmal schon kleine Budgets aus, um große Effekte zu erzielen.

Es muss nicht die riesig angelegte Werbe-Kampagne sein. Auch auf prominente Unterstützung in Form von Testimonials können Sie natürlich getrost verzichten. Ein mobiler Bratwurststand ist ein lokales und regionales Business. Dementsprechend „kleinformatig“ darf auch das Marketing ausfallen.

Ein möglicher Ansatz: Sprechen Sie gezielt ein junges Zielpublikum an, indem Sie in sozialen Medien aktiv sind und sich hier eine Art „Kultstatus“ erarbeiten. Es ist außerdem nie verkehrt, als Mensch hinter dem Unternehmen sichtbar zu werden. Erfolgreiche Imbissbuden-Betreiber, beispielsweise auf Mallorca, machen vor, was es bedeutet, eine Personal Brand – eine Personenmarke – zu sein. Doch auch wenn Sie keine „Rampensau“ sind, haben Sie gute Chancen, durch cleveres Marketing schnell eine Stammkundschaft aufzubauen. Nutzen Sie hierfür unbedingt auch eine aussagekräftige Webseite.

Bilder: www.pixabay.com

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