Pizzeria eröffnen | Das müssen Sie alles bei der Gründung beachten

Pizzeria eröffnen | Das müssen Sie dabei alles beachten

Pizza geht immer. Egal ob beim Fußball-Abend mit den Kumpels oder als „Grundlage“ vor der anstehenden Party, mit den Kindern oder den besten Freundinnen, zum Mittag oder Abendessen – das platte Teig-Gericht mit den variierenden Belägen aus Italien gehört zu den Leibspeisen vieler Menschen. Der Gedanken, sich selbstständig zu machen und eine Pizzeria zu eröffnen, klingt daher gar nicht mal so abwegig und tendenziell erfolgversprechend – Kunden wird es schließlich zuhauf geben! Theoretisch ja, praktisch sollten man sich im Vorfeld jedoch über eine ganze Reihe von Aspekten Gedanken machen, die leider allzu oft während der Gründung missachtet werden. Lesen Sie hier, worauf es ankommen, wenn Sie eine Pizzeria eröffnen wollen.

Die Lage

Pizzerias sind – so wie alle anderen gastronomischen Einrichtungen auch – nicht nur auf Stamm- sondern auch auf Laufkundschaft angewiesen. Um diese zu erreichen, muss die Lage der Pizzeria ausgezeichnet sein. Wichtige Faktoren hierfür sind beispielsweise:

  • Nähe zum Zentrum
  • andere Geschäfte (die Kunden anlocken) in direkter Nachbarschaft
  • gute Anbindung mit Bus und Bahn
  • Parkplätze

Eine Pizzeria in einem Randgebiet zu eröffnen, wo es kaum andere Geschäfte und auch keine guten Verkehrsanbindungen gibt, gleicht einem unternehmerischen Selbstmord. Besser: Lassen Sie sich Zeit bei der Suche nach einer passenden Immobilie und seien Sie auch bereit, unter Umständen etwas mehr Geld für die Miete auszugeben. Sie werden diese Ausgaben mit großer Wahrscheinlichkeit wieder erwirtschaften.

Pizzeria eröffnen - auf die Lage kommt es an.

Das Angebot

Unter dem Begriff Pizza kann sich jeder Mensch in unserem Kulturkreis sofort etwas vorstellen – und doch hat jeder andere, ganz spezielle Vorlieben. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, eine Pizza zu belegen – ein Fakt, den Sie sich unbedingt zunutze machen sollten. Er bietet Ihnen nämlich die Möglichkeit, sich klar am Markt zu positionieren und sich von der Konkurrenz abzuheben.

Schauen wir den Tatsachen einmal ins Gesicht: Sie werden mit 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit nicht die erste Person sein, die auf die Idee kommt, in einer bestimmten Region eine Pizzeria zu eröffnen. Oder mit anderen Worten: Der Markt, den Sie erobern wollen, wird bereits von zahlreichen Konkurrenten bevölkert.

Manche davon werden Sie sicherlich schnell hinter sich lassen können – beispielsweise, weil sie eine schlechte Lage gewählt haben, geschmacklich oder im Hinblick auf den Service nicht überzeugen können. Andere jedoch sind harte Nüsse, die es zu knacken gilt. Wie? Indem Sie es völlig anders als die anderen machen.

Ja, die italienische Küche ist sehr traditionell – aber niemand kann Ihnen vorschreiben, wie Ihr Angebot aussehen soll. Es ist ein guter und erfolgversprechender Ansatz, neben verschiedenen Klassikern auch ausgefallene Pizza-Variationen anzubieten und sich dadurch einen Namen zu machen. Auch der bewusste Einsatz sehr hochwertiger Zutaten kann Ihnen dabei behilflich sein, sich am Markt zu positionieren.

Pizzeria eröffnen und sich von der Konkurrenz unterscheiden.

Die Qualität

Damit wären wir gleich beim nächsten Punkt, den es zu beachten gilt, wenn Sie eine Pizzeria eröffnen wollen. Wenn die Qualität nicht stimmt, gehen die Aussichten auf Erfolg gen null. Denn es bedeutet nicht nur, dass die Kunden enttäuscht sind, sondern auch, dass das Gesundheits- und Veterinäramt unter Umständen Alarm schlägt. Wenn dieses das sprichwörtliche Haar in der Suppe findet, kann es passieren, dass Ihre Pizzeria schneller wieder schließen muss als Ihnen lieb ist.

Info: Als gastronomischer Betrieb müssen Sie immer mit Kontrollen durch „die Hygiene“, also das Gesundheits- und Veterinäramt rechnen. Ein guter Tipp ist, dieses nicht als „Feind“ anzusehen, sondern sich zum Freund zu machen. Es ist durchaus legitim und auch sinnvoll, das Amt schon vor Eröffnung der Pizzeria zu bestellen und alles überprüfen zu lassen. Auf diese Weise signalisieren Sie Kooperationsbereitschaft und können sicherstellen, dass am Tag der Eröffnung alles in Ordnung ist.

Die Kosten

Ein Fehler, den viele Gründer begehen, ist die Missachtung der Zahlen. Fragt man Gastronomen, wie viele Gerichte sie pro Tag verkaufen müssen, um zunächst erst einmal alle Kosten zu decken, sind die meisten überfragt. Unser Rat an Sie: Rechnen Sie regelmäßig nach und haben Sie das Umsatzziel genau vor Augen. Nur so haben Sie die Chance, wirtschaftlich zu arbeiten und irgendwann auch Gewinne zu erzielen.

Um einen Überblick über die Zahlen zu bekommen, ist es im ersten Schritt ratsam, alle Ausgaben aufzulisten und zusammenzurechnen. Hierzu gehören beispielsweise:

  • Miete
  • Nebenkosten
  • Lebensmittel
  • Lohn für Mitarbeiter
  • eigener Lohn

Die Summe, die hierbei herauskommt, muss anschließend durch die durchschnittlichen Öffnungstage pro Monat geteilt werden. Das Ergebnis ist wiederum der Umsatz, der täglich mindestens erzielt werden muss, um alle Kosten zu decken. Wenn Ihre Pizzeria zusätzlich Gewinne erzielen soll (um beispielsweise einen besseren Ofen anschaffen oder in größere Räumlichkeiten ziehen zu können), sollte der Umsatz logischerweise über dem Mindestwert liegen.

Tipp: An der Höhe Ihres eigenen Lohns können Sie ziemlich einfach ausrechnen, ob sich Ihr Geschäft lohnt oder nicht. Nehmen Sie die Summe, die Sie nach Abzug aller Fix- und anderer Kosten übrig haben und teilen Sie diese durch die durchschnittliche Anzahl an Arbeitsstunden pro Monat. Das Ergebnis ist Ihr (durchschnittlicher) Stundenlohn. Ob Ihnen dieser reicht oder zu gering ist, müssen Sie selbst entscheiden.

Pizzeria eröffnen und die Speisen traditionell zubereiten.

Das Marketing

Die beste Werbung für eine Pizzeria und jeden anderen gastronomischen Betrieb sind zufriedene Kunden, die das Restaurant weiterempfehlen. Wenn Sie also ein gutes Angebot haben und stets auf Qualität achten, kann es durchaus sein, dass Sie keine Kosten für weitere Marketing-Maßnahmen einplanen müssen. Wer trotzdem nichts dem Zufall überlassen will, kann sich umfassende Strategie überlegen oder vom Profi erarbeiten lassen.

Die Basis einer Marketing-Strategie sollte stets die Webseite Ihrer Pizzeria sein. Achten Sie hierbei auf ein frisches Design, eindeutige und übersichtliche Informationen, einen Wiedererkennungswert und eine benutzerfreundliche Bedienung. Der Kunde, der Ihre Seite besucht, soll sich wohlfühlen und schnell die Information bekommen, die er sucht. Hierbei handelt es sich häufig um

  • Telefonnummer
  • Öffnungszeiten
  • Speisekarte

Diese Infos sollten stets auf den ersten Blick erkennbar sein. Wer lange sucht, ist schnell frustriert und wird unter Umständen keine Lust mehr haben, die Pizzeria zu besuchen.

Weitere kostengünstige Marketing-Maßnahmen bieten soziale Medien wie Facebook, Twitter und Instagram. Wer hier von Anfang an auf einen professionellen, freundlichen und offenen Auftritt Wert legt, hat gute Chancen, nicht nur User zu erreichen, sondern diese auch zu (Stamm-)Kunden zu machen. Da der Einsatz von Social Media in der Gastronomiebranche noch immer (in vielen Regionen) in den Kinderschuhen steckt, haben Sie gute Chancen, sich dadurch von der Masse abzuheben.

Bilder: www.pixabay.com

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