Schrottplatz eröffnen | Mit alten Dingen Geld verdienen

Schrottplatz eröffnen | Mit alten Dingen Geld verdienen

Spätestens seit der TV-Sendung „Die Ludolfs“ weiß ganz Deutschland, dass man mit Schrott Geld verdienen kann. Nur wie? Das ist die große Frage. In der Tat ist die Eröffnung von einem Schrottplatz eine Geschäftsidee, die nicht in jedem Gründer positive Gefühle auslöst. Zu laut, zu dreckig, zu anstrengend – ja, wer einen Schrottplatz eröffnen will, darf keine Mimose sein, sondern muss anpacken können. Es scheint, als wäre kaum ein anderes Business weiter entfernt vom aktuellen Digialisierungs-Trend als der Schrottplatz. Dass es sich dennoch lohnen kann, in diesen Geschäftsbereich einzusteigen, beweist ein einziges Wort: Ressourcen-Knappheit. Es ist ein riesiger Irrglaube, dass uns diese Welt unendlich viele Rohstoffe bietet. Irgendwann ist jede Ressource aufgebraucht. Wohl dem, der sie dennoch besitzt und weiterverkaufen kann.

Schrottplätze als wichtige Glieder im Recycling-Kreislauf

Jeder, der schon mal auf einem Schrottplatz war, weiß, dass die meisten Dinge, die hier zu finden sind, absolut wertlos erscheinen. Es stellt sich also die berechtigte Frage: Wie kann man mit diesem Geschäftsmodell Geld verdienen? Wenn etwas als Schrott bezeichnet wird, ist es schließlich nichts mehr, was man noch auf dem Flohmarkt verkaufen kann, sondern ein Fall für die Müllhalde.

Das Geheimnis der meisten Schrottplätze sind Metalle. Fast alles, was hier landet, besteht entweder vollständig oder teilweise aus Metall und hat daher einen enormen (versteckten) Wert.

Als Schrottplatz-Inhaber ist es nicht nur Ihre Aufgabe, die scheinbar wertlosen Dinge anzunehmen und zu lagern, sondern auch so weiter zu verwerten, dass Geld in Ihre Kassen kommen. Das funktioniert am besten durch Recycling.

Kupfer, Aluminium, Nickel, Zink – all diese Metalle, sogenannte Buntmetalle, sind extrem gefragt und gleichzeitig die wichtigste Ressource für Ihr Business.

Kupfer, Aluminium, Nickel, Zink – all diese Metalle, sogenannte Buntmetalle, sind extrem gefragt und gleichzeitig die wichtigste Ressource für Ihr Business. Ihre primäre Aufgabe besteht darin, die wertvollen Rohstoffe vom tatsächlichen Schrott zu trennen und beispielsweise an große Recycling-Unternehmen weiterzuverkaufen. Diese verwerten Kupfer und Co. dann so, dass sie erneut verwendet werden können.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass Sie nicht nur mit metallischen Rohstoffen Geld verdienen können. Auch andere Strategien, in denen beispielsweise Holz oder Kunststoff eine zentrale Rolle spielen, sind durchaus vorstellbar. Es muss an dieser Stelle jedoch ausdrücklich betont werden, dass man mit dem Weiterverkauf von Buntmetallen derzeit am meisten Geld verdienen kann. Es lohnt sich also durchaus, sich auf diese Rohstoffe zu spezialisieren – auch wenn viele andere Schrotthändler den gleichen Weg wählen und damit zu einer direkten Konkurrenz für Sie werden.

Welche Voraussetzungen muss ein Schrotthändler erfüllen?

Sie haben es vielleicht schon zwischen den Zeilen herausgelesen: Wer einen Schrottplatz eröffnen will, muss sich ein umfangreiches Wissen rund um Metalle und andere Rohstoffe aneignen. Auch wenn es oftmals so scheint: Der Beruf des Schrotthändlers ist keinesfalls anspruchslos und kann von jedem ausgeübt werden. Wer in dieser Branche erfolgreich sein will, muss verschiedene Anforderungen erfüllen können. Hierzu gehören unter anderem:

  • Verhandlungsgeschick
  • großes Netzwerk
  • betriebswirtschaftliches Wissen
  • Fachwissen (Metalle, Recycling, etc.)
  • körperliche Fitness
  • Menschenkenntnis
  • hands on-Mentalität (Wille, jeden Tag anzupacken)

Übrigens: Wenn Sie sich auf den Handel mit alten Autos spezialisieren wollen, dann müssen Sie eine Prüfung beim TÜV ablegen. Diese bescheinigt, dass Ihr Schrottplatz als Verwertungsbetrieb im Sinne der Altfahrzeugverordnung geeignet ist.

Wenn Sie einen Schrottplatz eröffnen möchten, sollten Sie auch mit anpacken können.

Die Suche nach einem Standort

Eine Herausforderung, der sich nahezu jeder Schrotthändler zu Beginn seiner Karriere stellen muss, ist die Suche nach einem geeigneten Standort für den Schrottplatz. Gerade dann, wenn Sie beabsichtigen, wirklich große Mengen Schrott anzunehmen und später weiterzuverkaufen, brauchen Sie ausreichend viel Fläche.

Da es sich beim Schrottplatz eröffnen wie weiter oben bereits erwähnt um ein sehr lautes und auch schmutziges Business handelt, sollten Sie auf gar keinen Fall einen Standort im innerstädtischen Bereich auswählen. Damit machen Sie sich nur Feinde, die Ihnen wiederum zahlreiche Steine in den Weg legen werden. Lassen Sie sich lieber in Randlage oder sogar im ländlichen Bereich nieder.

Um dennoch zu garantieren, dass Sie genügend Schrott bekommen, ist es sinnvoll, einen Abhol-Service zu etablieren. Das heißt, dass Sie sich einen Transporter kaufen und mit diesem den Schrott bei Ihren Kunden abholen. Diese haben dadurch keinen Aufwand und können sich entspannt zurücklehnen.

Tipp: Wenn Sie Gegenstände transportieren, die umweltschädliche Stoffe enthalten (beispielsweise halbleere Tanks, Batterien usw.) dann brauchen Sie eine entsprechende Genehmigung hierfür.

Woher kommt der Schrott und wohin wird er verkauft?

Wer einen Schrotthandel eröffnen will, sollte sich eines immer klar vor Augen führen: Durch den Platz allein verdienen Sie kein Geld. Um wirklich ein lukratives Business aufzuziehen, sollten Sie sich schon vor der Gründung zwei entscheidende Fragen stellen:

  • Woher bekomme ich den Schrott?
  • Wer kauft ihn mir ab?

Als Schrotthändler sollten Sie am besten von Anfang an verschiedene Bezugsquellen haben. Hierbei handelt es sich einerseits um Privatpersonen, die schlichtweg ihre alten Geräte loswerden wollen und andererseits um Geschäftskunden, wie zum Beispiel Elektriker oder Stahlbaubetriebe.

Bieten Sie einen Abholservice an.

Tipp: Versuchen Sie, so viele geschäftliche Bezugsquellen wie möglich aufzubauen. Das bedeutet nämlich in der Regel, dass Sie kontinuierlich Schrott erhalten und nicht mit etwaigen Engpässen rechnen müssen.

Die Frage, wer Ihren Schrott später abkauft, lässt sich mithilfe einer Google-Recherche beantworten. Es gibt in ganz Deutschland und natürlich auch weltweit Schrott- und Recyling-Unternehmen, die Altmetalle und andere Rohstoffe aufkaufen und weiter verwerten.

Wenn es um das Verkaufen von Schrott geht, wird deutlich, warum ein fundiertes Fachwissen in dieser Branche so wichtig ist. Als Schrotthändler müssen Sie zu jeder Zeit die aktuellen Preise für verschiedene Rohstoffe kennen. Andernfalls passiert es nämlich schnell, dass man Sie über den Tisch zieht und Sie die Metalle und andere Ressourcen viel zu billig verkaufen.

Diebstahl: Ein großes Problem für Schrotthändler

Wenn Sie sich dafür entscheiden, einen stationären Schrotthandel zu eröffnen und auch schon eine passende Fläche gefunden haben, dann sollten Sie unbedingt über Möglichkeiten nachdenken, diese so gut wie möglich abzusichern.

Es gibt kaum ein Problem, mit dem sich Schrotthändler häufiger herumschlagen müssen als Diebstahl. Längst hat sich nämlich herumgesprochen, dass der vermeintliche Schrott bares Geld ist. Und so kommt es, dass regelmäßig auf Schrottplätzen eingebrochen wird.

Neben einer hochwertigen Umzäunung sollten Sie auch Geld für eine professionelle Alarmanlage ausgeben. Außerdem ist es sinnvoll, darüber nachzudenken, einen Wachhund auf dem Areal laufen zu lassen. Oftmals genügt ein bisschen energiegeladenes Gebell, um die Langfinger zu vertreiben.

Bilder: www.pixabay.com

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