Werbeagentur gründen | So starten Sie erfolgreich Ihr eigenes Business

Werbeagentur gründen | So starten Sie erfolgreich Ihr eigenes Business

Es gibt viele gute Gründe, die dafür sprechen, eine Werbeagentur zu gründen. Das wohl überzeugendste Argument: Es gibt zahlreichen potentielle Kunden, die bereit sind, viel Geld für professionelle Werbekampagnen auszugeben. Doch genau dieser Vorteil kann auch schnell zum Nachteil werden, denn er sorgt dafür, dass immer mehr Werbeagenturen an den Start treten. Um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen und möglichst viele Kunden zu gewinnen, gilt es, einzigartig zu sein und mit Qualität zu punkten. Wie Sie erfolgreich eine Werbeagentur gründen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Allgemeine Voraussetzungen

Um eine Werbeagentur gründen zu können, müssen Sie keine besonderen Anforderungen erfüllen. Auch im Hinblick auf Ihren bisherigen Berufsweg gibt es keinerlei Vorgaben, die Sie als Geschäftsführer einen Werbeagentur (dis-)qualifizieren.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder automatisch dazu geeignet ist, eine Werbeagentur zu gründen. Wenn Sie sich für diesen Karriereweg entscheiden, sollten Sie ein paar ganz allgemeine beziehungsweise grundlegende Voraussetzungen erfüllen. Hierzu gehören:

  • Organisationstalent
  • Kommunikationstalent
  • Kreativität
  • Führungsqualitäten
  • betriebswirtschaftliche (Grund-)Kenntnisse
  • strukturelles, strategisches und operatives Denken

Was außerdem auf keinen Fall schadet, ist ein Studium oder eine Ausbildung in den Bereichen BWL, Marketing oder Kommunikationswissenschaften.

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Die richtige Rechtsform finden

Wer eine Werbeagentur gründen und sich damit selbstständig machen will, hat zunächst einmal die Qual der Wahl. Im Hinblick auf Ihre Rechtsform ist nämlich einiges möglich. Wenn Sie die Werbeagentur allein gründen, werden Sie sich mit großer Wahrscheinlichkeit für ein Einzelunternehmen entscheiden. Diese Wahl ist durchaus sinnvoll, da das finanzielle Risiko im Fall einer Werbeagentur meist überschaubar ist. Falls Sie sich dennoch bestmöglich absichern wollen, können Sie auch eine sogenannte 1-Person-GbmH gründen. Bedenken Sie aber, dass Sie für diese Rechtsform 25.000 Euro Startkapital aufbringen müssen. Die gleiche Summe ist notwendig, wenn Sie eine klassische GmbH mit mehreren Geschäftspartnern gründen. Falls Sie nicht so viel Startkapital haben, können Sie Ihre Agentur beispielsweise auch als UG (haftungsbeschränkt) oder GbR gründen. Wichtig ist, dass Sie alle Rechtsformen im Vorfeld miteinander vergleichen und die verschiedenen Vor- und Nachteile abwiegen.

Das Gewerbe anmelden

Da Sie wie bereits erwähnt keine speziellen Qualifikationen für die Gründung einer Werbeagentur vorweisen müssen, ist die Gewerbeanmeldung sehr unspektakulär und weit weniger bürokratisch als häufig angenommen. Unter Umständen beziehungsweise je nach Rechtsform sind jedoch noch einige andere Behördengänge und auch ein Termin beim Notar notwendig. Wenn Sie Ihre Gewerbe angemeldet haben, können Sie den Geschäftsbetrieb sofort aufnehmen – auch wenn Sie noch keine Steuernummer beziehungsweise Umsatzsteuer-ID haben. Wenn Sie schon erste Rechnungen schreiben, können Sie darauf vermerken, dass Sie entsprechende Nummer beantragt wurde und nachgereicht wird.

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Angebot definieren

Wie weiter oben bereits erwähnt, werden Sie sich als Gründer einer Werbeagentur gegen eine Vielzahl von Konkurrenten durchsetzen müssen. Damit Ihnen das von Anfang an gelingt, ist es unverzichtbar, sich detaillierte Gedanken darüber zu machen, was Sie Ihren Kunden anbieten wollen.

Nur so haben Sie die Chance, ein scharfes Business-Profil zu erstellen und sich klar auf dem Markt zu positionieren. Bei der Definition Ihres Angebotes haben Sie grundlegend zwei Optionen:

  • Die Full Service Werbeagentur: Sie haben ein extrem breites Leistungsspektrum und garantieren Ihren Kunden damit, alles aus einer Hand zu bekommen. Das ist ein großer Vorteil, der viele überzeugen wird. Die Kehrseite der Medaille: Sie laufen schnell Gefahr, als allgemeine Durchschnittsagentur abgestempelt zu werden, die zwar von allem ein bisschen macht, aber nichts wirklich perfekt kann.
  • Die spezialisierte Werbeagentur: Wenn Ihnen ein solcher Ruf erspart bleiben soll, sollten Sie eine Werbeagentur gründen, die sich auf ein bestimmtes Fachgebiet (beispielsweise Online-Werbung) spezialisiert. Mit einer solchen Positionierung werden Sie es viel leichter haben, sich einen Expertenstatus anzueignen. Der Nachteil ist, dass ein Kunde, der zum Beispiel nicht nur online, sondern auch offline werben will, zusätzlich mit einer anderen Agentur zusammenarbeiten muss.

Hinweis: Ob Sie sich für den Full Service oder eine Spezialisierung entscheiden, hat auch einen großen Einfluss auf Ihre Einnahmen. Prinzipiell gilt: Je mehr Sie als Experte für ein bestimmtes Gebiet gelten, desto höhere Preise können Sie für Ihre Dienstleistungen verlangen. Denken Sie aber auch daran, dass Sie als Full Service Werbeagentur tendenziell mehr Aufträge an Land ziehen werden als als Spezial-Agentur.

Zielgruppe festlegen

Viele, die eine Werbeagentur gründen, machen gleich zu Beginn einen entscheidenden Fehler: Sie wollen möglichst viele Leute mit ihrem Angebot erreichen und legen deswegen keine klare Zielgruppe fest. Auch wenn diese im Fall einer Werbeagentur eher nebensächlich erscheint, darf sie keinesfalls außer Acht gelassen werden. Auch als Dienstleister im Marketingbereich sollten Sie immer ganz genau wissen, wen Sie mit Ihrer Arbeit erreichen wollen – und wen nicht. Das hilft Ihnen nicht nur dabei, Ihr Angebot genau zu definieren, sondern auch dabei, potentielle Kunden gezielt anzusprechen beziehungsweise zu akquirieren.

Kunden akquirieren

Als Werbeagentur sind Sie ein klassischer Dienstleister, der immer wieder auf der Suche nach neuen Kunden ist. Diese Aufgabe sollte keinesfalls unterschätzt werden, sondern immer oberste Priorität haben. Es ist durchaus geläufig, dass Werbeagenturen nicht nur Marketing-, Grafik- und Textexperten einstellen, sondern sich auch einen guten Kundenbetreuer mit ins Boot holen. Dieser Schritt ist durchaus sinnvoll, wenn Sie eine konstant gute Auftragslage und keine Leerläufe haben wollen. Als Anbieter einer Dienstleistung sind Arbeit und Gewinn nämlich immer streng miteinander gekoppelt. Das bedeutet: Keine Aufträge – keine Umsätze.

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Arbeiten als Freelancer – eine gute Alternative zum Agenturalltag

Die Gründung einer Agentur erscheint Ihnen im Moment noch eine Nummer zu groß? Sie wollen zwar in der Werbebranche tätig sein, aber nicht die Verantwortung für mehrere Mitarbeiter übernehmen? Kreatives Marketing ist Ihre Stärke und das, worauf Sie sich ausschließlich fokussieren wollen? Dann arbeiten Sie doch einfach als Freelancer. Als freier Mitarbeiter für verschiedene Auftraggeber tätig zu sein, ist eine hervorragende Alternative zum Agenturalltag, die Ihnen viele Freiräume und Flexibilität erlaubt. So können Sie als Freelancer nicht nur arbeiten, wann Sie wollen, sondern auch wo Sie wollen.

Ein weiterer Vorteil für Freelancer: Sie sind sehr gut miteinander vernetzt und können – ähnlich wie große Agenturen – gemeinsam Projekte realisieren. Viele Kunden entscheiden sich bewusst für einen einzelnen Freelancer und gegen die Werbeagentur, weil die freien Mitarbeiter in der Regel wahre Experten auf ihrem Fachgebiet sind und ausgezeichnete Ergebnisse liefern. Trotzdem sind sie in der Regel nicht so teuer wie eine Agentur.

Bilder: www.pixabay.com

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