Bioladen eröffnen | Einen kaufkräftigen Markt bedienen!

Bioladen eröffnen | Was gibt es zu beachten?

In Deutschland gibt es rund 2500 Bioläden, - so zumindest schätzen es die Verbände. Hinzu kommen die handelsüblichen Discounter, welche mittlerweile mit einer breiten Palette Bioprodukten auffahren. So sind REWE-Märkte und sogar Aldi, Lidl und Co. dem kleinen Bioladen um die Ecke der größte Konkurrent. Wer sich also den Traum vom eigenen Bioladen verwirklichen möchte, der braucht ein wenig Mut, Durchhaltevermögen und das nötige Startkapital. Dann kann es mit dem eigenen Bioladen durchaus klappen, denn die Kundschaft für Bioprodukte ist vorhanden und vor allem kaufkräftig.

Die Anfänge eines Bioladens

Bioläden verkaufen ausschließlich zertifizierte und geprüfte Ware, welche aus biologischem Anbau stammt. Selbstverständlich sind diese Produkte teurer, da sie aufwändiger und schonender angebaut und geerntet werden. Wer hinter dem Konzept des Bioanbaus steht, der sollte sich zunächst mit einer Marktanalyse einen Überblick verschaffen. Dies gelingt meist mit Hilfe eines Businessplans, der im Laufe weiterer Überlegungen, ständig erweitert und verbessert wird. Steht schließlich die Finanzierung an, so hält man einen möglichst durchstrukturierten und stimmigen Businessplan in den Händen. Nur dann werden Kreditgeber eine Zahlung veranlassen. Einen Bioladen eröffnen ist dabei mehr als einfach nur die Regale eines kleinen Geschäftes mit Lebensmittel zu füllen. Der Businessplan steht letztendlich für den Erfolg und ist mehr der persönliche Leitfaden für Ihre Strategie, die Fakten und die künftigen Pläne. Vielleicht können Gründer eines Bioladens sogar an einen Gründerzuschuss oder eine Investition gelangen.

Bioladen eröffnen und Obst und Gemüse verkaufen.

Bioladen eröffnen und Vorschriften beachten

Zugegeben, die deutsche Bürokratie ist nicht gerade die einfachste und so muss man sich wohl oder übel durch den Papierkram schlagen. Denn für einen eigenen Bioladen existieren einige Vorschriften, die zwingend erfüllt werden müssen. Immerhin handeln Gründer hier mit Lebensmitteln, welche auch noch aus biologischen Umständen stammen. Wichtig ist es also, dass man sich um notwendige Konzessionen kümmert, die im Zusammenhang mit dem Verkauf von Lebensmitteln stehen. Auch die Genehmigungen für den Verkauf von zertifizierten Lebensmitteln sind erforderlich, ebenso sollten sich Gründer um die notwenigen Gesundheitszeugnisse bemühen. Fehlt auch nur eines der benötigten Nachweise, so dürfen ein jedes Gesundheitsamt oder andere Ämter den Laden so schnell wieder schließen, wie er eröffnet wurde.

Voraussetzungen um einen Bioladen eröffnen zu können

Wer einen Bioladen eröffnen möchte, der sollte nicht nur den direkten Verkauf am Kunden mögen, sondern auch ein paar kaufmännische Grundlagen kennen. Wer mit kaufmännischen Dingen so gar nichts anfangen kann, der sollte sich den einen oder anderen Weiterbildungskurs ansehen. Desweiteren kann man sich aber auch im Internet Hilfe suchen. Dort findet man mittlerweile sehr gute Warenwirtschaftssysteme und automatisierte Bestellabwicklungssysteme oder Kalkulationsrechner. Auch Rechnungen werden innerhalb solcher Systeme erstellt. Ein grundlegendes Verständnis über diese Abläufe ist allerdings dennoch notwendig. Wichtig ist es nämlich, dass die Gründer am Ende des Monats mit den Zahlen richtig umgehen. Können neue Investitionen getätigt werden, können Mitarbeiter bezahlt werden oder kann das Sortiment ausgebaut werden? Wo muss gespart werden? Welche Produkte verkaufen sich gut oder nicht gut?

Bioladen eröffnen und natürliche Produkte anbieten.

Die Standortanalyse

Für alle fixen Läden gilt vor der Gründung, eine umfangreiche und sorgfältige Standortanalyse durchzuführen. Es macht keinen Sinn, seinen Bioladen direkt neben den größten Supermarktketten dieser Region zu eröffnen. Das Problem dabei ist nämlich, dass Supermärkte Bioprodukte oft günstiger anbieten können, und der kleine Laden um die Ecke mehr verlangen muss. Damit wird man es eher schwer haben, die Kunden vom dortigen Einkauf zu überzeugen. Überlegen sollte man sich auch die Zielgruppe, denn auch sie ist für den Standort entscheidend. Die Kunden sind eher ökologischer Natur mit einem umweltbewussten Denken. Daher sollte der Laden gut zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden können. Und auch andere Bioläden sollten sich nicht in unmittelbarer Nähe befinden.

Bioladen eröffnen und die Produkte professionell präsentieren.

Werbung um den Bioladen

Werbung  ist ein essenziell wichtiges Instrument, um das kaum ein Gründer herum kommt. Zwar ist eine ansprechende Internetseite nicht unbedingt von Nöten, die Gestaltung und Aufmachung des Ladens dafür umso wichtiger. Bioprodukte wollen auch auf biologische Art und Weise präsentiert werden. So ist es sicher ratsam, seine Produkte nicht in Plastikkörben anzubieten und keine Dosengetränke zu verkaufen. Die Kunden achten auf solche Dinge und fragen sich, wie sehr der Inhaber wohl zum Thema „Bio“ steht. Dementsprechend sollte schon auf nachhaltiges Material geachtet werden, so gut es eben geht. Verkauft werden können beispielsweise tolle Flechtkörbe oder Baumwollstoff-Einkaufstaschen.

Desweiteren sollte auch ein Logo her, mit dem später verschiedene Produkte versehen werden können. Wer einen Bioladen eröffnen möchte, der kann sich an bereits bestehenden Bio-Logos orientieren. Diese sollten Nachhaltigkeit vermitteln und natürlich die Liebe zum Produkt Bio. Dieses Logo kann natürlich in einer gut aufgestellten Webseite integriert werden. Von dort aus können sich Gründer auch zu ihren Gründen, einen Bioladen eröffnet zu haben, äußern. Auch können sich Kunden dort beispielsweise über die Herkunft der Produkte informieren, sofern die Gründer darüber Auskunft geben wollen. Dies sei natürlich anzuraten, denn auch das stärkt das Vertrauen. Außerdem können von dort neue Produkte beworben oder vorgestellt werden. Es lohnt sich hier also, ein wenig Zeit in das Online Marketing zu stecken, wenn der Bioladen glaubwürdig rüberkommen soll.  

Bioladen eröffnen und für eine gute Auswahl sorgen.

Was kann in einem Bioladen verkauft werden?

Dort wo die Produkte eingekauft werden, sollten natürlich biologisch korrekte Zustände herrschen. Die Höfe und Biohersteller sollten zertifiziert und qualifiziert sein. Viele Kunden legen auch auf regionale und saisonale Produkte wert, sodass auch hier darauf geachtet werden sollte. So bleiben Gründer eines Bioladens stets authentisch. Biokunden denken nicht im Traum daran, im Winter Erdbeeren zu kaufen oder im Sommer Mandarinen zu schälen. Dementsprechend müssen diese Produkte auch gar nicht angeboten werden, wenn sie nicht in das nachhaltige Bild passen.

Verkauft werden können auch Biogetränke, beispielsweise Säfte aus biologischer Presse oder andere natürliche Erfrischungsgetränke. Auch besondere Produkte wie spezielle Öle oder Kosmetikprodukte könnten angeboten werden.

Ebenso ist die Frische der Lebensmittel extrem wichtig für viele Kunden. Dadurch können sich Gründer von den Supermärkten abheben. Und das nicht zu wenig, denn oft werden in Supermärkten bereits kaputte Früchte und nach nichts schmeckende Kirschen verkauft. Das können viele Bioläden besser und verkaufen frisch gepflückte Kirschen vom regionalen Biobauer und leuchtend rote, unbehandelte Äpfel. Diese Qualität wissen viele Menschen sehr zu schätzen und danach sollte man sich richten.

Und dann bleibt nur noch, dass auch die Verkäufer des Bioladens, das Konzept angemessen repräsentieren. 

Bilder: www.pixabay.com

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