Kita gründen | So gründen Sie die eigene Kita

Kita gründen | So gründen Sie die eigene Kita

Kinder sind unsere Zukunft, die Erziehung ist daher eine verantwortungsvolle Aufgabe, wenn nicht Herausforderung. Eine Kita ist demnach nicht einfach nur ein Aufbewahrungsort für Kinder, sondern ein Ort der Erziehung. Mittlerweile verbringen sogar sehr viele Kinder ab dem ersten Lebensjahr, oder gar früher schon, ihre erste lange Zeit in der Kita. So gibt es Kleinkindergruppen für Babys und übliche Kindergärten ab dem dritten Lebensjahr. Über Sinn und Unsinn lässt sich streiten, Fakt ist aber, dass Kindergärten oder Kitas im Allgemeinen dringend gebraucht werden. Ob das Konzept der eigenen Kindertagesstätte funktioniert ist also keine Frage, zumindest wenn es um die Kundschaft geht. Immer noch gibt es nämlich viel zu viele Eltern, die zwar einen Anspruch auf einen Kitaplatz haben, aufgrund von Platzmangel aber keinen bekommen können. Die Eröffnung einer Kita wäre demnach sicherlich ein voller Erfolg, vorausgesetzt natürlich, die Gründer können allen entsprechenden Anforderungen an eine Kindertagesstätte gerecht werden.

Kita gründen – ist es wirklich so einfach?

Leider nein. Auch wenn der Bedarf an Betreuungsplätzen gegeben ist, so heißt das nicht, dass Eltern ihre Kinder auch in diese oder jene Kita bringen möchten. Die Anforderungen an die Betreuungsplätze wachsen auch bei den Eltern und so sind religiöse oder ernährungstechnische Aspekte oft ein Auswahlkriterium. Wer also eine Kita gründen möchte, der braucht zunächst einen langen Atem, - einfach ein paar Räume mit Spielzeug ausstatten ist längst nicht alles.

Die Betriebserlaubnis

Wie es in vielen anderen Unternehmen der Fall ist, braucht man auch für die Gründung einer Kita eine Betriebserlaubnis. Ohne sie geht so gut wie gar nichts, denn sie ist Voraussetzung dafür, dass Kinder überhaupt an diesem Ort, in dieser Einrichtung betreut werden dürfen. Um die jeweiligen Richtlinien zu kennen, sollten sich Gründer vorab bei den zuständigen Ämtern erkundigen. Je nach Gesetzeslage dürfen die Kinder für eine bestimmte Stundenanzahl betreut werden. Das jeweilige Landesjugendamt betreut darüber  hinaus die Aufsicht für die Kindertageseinrichtung. Dort werden unter Umständen auch bestimmte Nachweise eingefordert.

Kita gründen - Sie müssen geeignete Räumlichkeiten schaffen.

Das richtige Personal finden

Im nächsten Schritt benötigen Gründer einer Kita spezielle Fachkräfte, wenn sie es selbst nicht sind. Eine größere Kita bedarf einer speziellen Leitung, für die Betreuung müssen ausgebildete Fachkräfte ran. Wichtig sind die sozialpädagogischen und pädagogischen Qualifikationen der Person, auch die Gruppenleitung benötigt diese. Wie viele solcher Betreuungskräfte auf wie viele Kinder benötigt werden, ist in den jeweiligen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Neben den Fachkräften sollte man sich auch überlegen, welche Rolle Eltern künftig spielen. So kann beispielsweise für das Mittagessen ein spezieller Koch engagiert werden, oder aber diese unter den Eltern aufgeteilt sein.

Passende Kitaräume finden

Es ist gar nicht so einfach passende Räumlichkeiten für eine Kindertagesstätte zu finden. Viele Landesgesetzte geben ganz genaue Vorgaben an, wie etwa die Größe und Aufteilung einer Kita sein muss. So muss es eine bestimmte Quadratmeteranzahl pro Kind geben. Längst reicht es nicht mehr aus, dass die Räume sauber und hygienisch sind und im Winter geheizt werden können. Inzwischen müssen Kinder einen eigenen Ruheraum haben oder separate Essensräume besitzen. Auch eine Außenanlage sollte zur Verfügung stehen. In einigen Regelungen sind sogar Abstellflächen für Kinderwägen vorgeschrieben. Gründer sollten auch die Nachbarn mit einbeziehen und wenn möglich keinen kinderfeindlichen Vermieter haben.

Kita gründen - die Kinder wollen beschäftigt werden und spielerisch lernen.

Was kostet die Gründung einer Kita?

In erster Linie viel Geld, denn um alle geforderten Richtlinien einhalten zu können, sind zunächst die einen oder anderen Umbauten in den Räumlichkeiten notwendig. So kann es sein, dass man zunächst die Waschräume kindgerecht auslegen muss oder erst ein Spielplatz angelegt wird. Für Kindergärten existieren jedoch spezielle Förderprogramme und Zuschüsse, die sich Gründer einer Kita von den zuständigen Ämtern holen können. Je nach Bundesland gibt es sogar Zuschüsse für die monatliche Miete oder für die Nebenkosten.

Das Konzept der Kita erarbeiten

Einfach auf Kinder aufpassen war einmal. Heute erwarten Eltern ein gutes Konzept, damit die Kinder der Eltern auch etwas für das gezahlte Kita-Geld bekommen. So sollte man sich zwingend darüber im Klaren werden, wie denn das Konzept für die eigene Kita aussehen kann. Beispielsweise kann man sich durch spezielle Fachkräfte auf die Betreuung von behinderten Kindern spezialisieren. Oder aber man bietet spezielle Förderprogramme für Kinder an. Alles in allem sollten Gründer einen guten Tages- und Wochenablauf vorlegen können. Eltern wünschen sich in erster Linie eine liebevolle und für das Kind förderliche Betreuung. Wichtig ist es auch, dass man die Gesetzgebungen in Förderung, Bildung und Betreuung berücksichtigt. So sollten emotionale, körperliche und geistige Aspekte eine Rolle spielen. Womöglich können Gründer auch mit speziellen Faktoren eine Lücke füllen oder eine besondere Nische bedienen. Beispielsweise mit erweiterten Öffnungszeiten oder speziellen Angeboten.

Kita gründen - auch die Kleinsten brauchen schon einen Kindergartenplatz.

Persönliche Voraussetzungen

Selbstverständlich sollten Gründer nicht nur die finanziellen oder gründungstechnischen Aspekte im Blick behalten, wenn sie eine Kita gründen möchten. Immerhin soll es hier nicht um den Verkauf von Kugelschreibern gehen, sondern um die richtige Betreuung von fremden Kindern. Dabei sollte nie vergessen werden, dass fremde Eltern den Erzieherinnen ihre Kinder anvertrauen.

Wer mit der Betreuung von Kindern nichts anfangen kann, der wird wohl auch in diesem Beruf nicht zurechtkommen. Immerhin erfordert es viel Nervenstärke und emotionale Festigkeit, um diesem Beruf gerecht zu werden. Die Betreuung von Kindern ist tagtäglich eine Herausforderung und viele Eltern wissen das. Allerdings gehört noch einmal mehr dazu, auch fremde Kinder zu erziehen und richtig zu betreuen. Auch fremde Kinder wollen berücksichtigt, geliebt und gespaßt werden. Wer anderen Kindern diese Zugneigung und Liebe nicht geben kann, der ist in diesem Berufsfeld nicht richtig.

Alternativen zur Kita

Wenn die Eröffnung einer Kita aus verschiedenen Gründen nicht funktioniert, so könnte man sich in diesem Bereich an Alternativen wenden. Vielleicht kommt eine Weiterbildung zum Tagesvater oder zur Tagesmutter in Frage. Hier werden meist viel weniger strenge Auflagen erforderlich und auch eine Fachkräfteausbildung wird nicht benötigt. Zwar gibt es auch hier Richtlinien, allerdings geht es hier mehr um die private, weniger um die offizielle Betreuung von fremden Kindern. Auch ist die Aufnahmezahl der Kinder begrenzt.

Kita gründen - ein Kindergarten zu gründen ist eine echte Herausforderung.

Wer also eine Kita gründen möchte, der kann vor dieser Gründung ein paar Jahre als Tagesmutter tätig sein und bereits darüber Erfahrungen sammeln. Im Anschluss daran kann man mit Hilfe erfahrener Fachkräfte auf diesem Bereich erfolgreich eine Kita gründen. Sofern das Herzblut und die Freude im Umgang mit Kindern gegeben sind. 

Bilder: www.pixabay.com

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