Selbstständig mit Dropshipping | Mit geringem Risiko online verkaufen

Selbstständig mit Dropshipping | Mit geringem Risiko online verkaufen

Mit wenig Kapital in die Selbstständigkeit zu starten klingt fast wie ein Traum. Doch das muss es nicht bleiben, denn mit dem Handelsmodell Dropshipping lässt sich ein florierendes Geschäft aufbauen und buchstäblich vom heimischen Küchentisch aus durchstarten. Wie Sie ohne großen finanziellen Einsatz schon bald zum Onlinehändler mit profitablen Umsätzen werden ist jetzt Thema.

Was ist Dropshipping?

Das Hauptmerkmal von Dropshipping liegt darin, dass Sie Waren verkaufen, ohne sie selbst in Besitz zu haben. Sie haben weder ein Lager, noch kümmern Sie sich um den Versand. So läuft es prinzipiell ab:

  • Sie brauchen einen Onlineshop, in dem Sie Waren anbieten.
  • Die Ware, die sie anbieten kommt von einem anderen Hersteller oder Lieferant.
  • Bestellt ein Kunde ein Produkt, leiten Sie die Bestellung ihren Geschäftspartner weiter.
  • Dieser verschickt die Ware in Ihrem Namen an den Besteller.
  • Der Kunde bezahlt seine Rechnung bei ihnen, sie bezahlen die Rechnung bei ihrem Lieferanten.
  • Die Differenz zwischen Einkaufspreis und Verkaufspreis ist die Marge, aus der Sie Gewinne generieren können.

Die Marge muss groß genug sein, um mindestens die Fixkosten und die laufenden Kosten abzudecken und darüber hinaus Gewinne zu erzielen.

Eine profitable Nische finden

Profitable Nische zu finden ist das wichtigste beim Dropshipping. Dazu können Sie zum Beispiel in den Megamärkten

  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Hobby
  • Beziehungen
  • Geld und Finanzen
  • Gesundheit und Fitness

fündig werden. Ein profitables Thema bedient akute Bedürfnisse bei Personen, die aktiv nach einer Lösung suchen und bereit sind, dafür Geld auszugeben. Außerdem sollte Ihnen das Thema Spaß machen. Basteln Sie gerne und viel? Damit sind Sie garantiert nicht alleine. Sie könnten als Hobby-Bastler statt einen Bastelladen zu eröffnen den gewünschten Bastelbedarf per Dropshipping versenden. Eine weitere Möglichkeit profitable Nischen zu finden ist, bei den großen Stores wie Amazon, Alibaba nach den meistverkauften Produkten zu suchen. Inspiration für profitable Dropshipping-Nischen:

  • nachhaltige Haushaltsprodukte
  • energieeffiziente Haushaltsgeräte
  • Unterhaltungselektronik
  • Haustierbedarf

Schauen Sie sich auch die großen Dropshipping-Anbieter wie B!GBUY an und stöbern Sie in deren Sortiment. Auch lässt sich anhand der häufig gelesenen Bücher und E-Books herausfinden, welche Themen die Menschen bewegen.

Leute die sich am Handy Dinge ansehen

Geschäftspartner finden

Um ein Dropshipping-Geschäftskonzept in die Tat umzusetzen brauchen Sie einen starken Partner, der Dropshipping anbietet. Dabei muss es nicht unbedingt ein Großhändler sein, der ein breites Warensortiment offeriert. Oft gibt es auch kleine Unternehmen oder einzelne Unternehmer, die gerne nach dem Modell des Dropshippings mit ihren Vertriebspartnern zusammenarbeiten. Sie haben spezielle Warengruppen im Programm, die sie über möglichst viele Händler verkaufen wollen.

Beispiel:

Sie gründet einen Onlineshop für Thermoskannen, Thermobecher, Frischhalteprodukte und Zubehör. Dazu arbeiten Sie mit namhaften Herstellern zusammen, die professionell Dropshipping anbieten. Bei ihrer Marktrecherche stoßen Sie auf einen bis dato unbekannten Hersteller aus Süddeutschland, der sehr spezielle Frischhalteprodukte für LKW-Fahrer in geringer Auflage anbietet. Sie wollen diese mit ins Sortiment aufnehmen. Dazu setzen sie sich mit ihm in Verbindung, und klären mit ihm die Details der Zusammenarbeit. Bestellt ein Kunde in Ihrem Onlineshop die speziellen Lkw-Frischhalte-Produkte, leiten Sie die Bestellung direkt an Ihren neuen Geschäftspartner weiter, der in Ihrem Namen und auf Wunsch auch in Ihrer Verpackung die Ware an Ihre Kunden rausschickt. Der Dropshipper selbst tritt für den Kunden nicht in Erscheinung.

Klares Konzept entwickeln

Wer mit Dropshipping erfolgreich sein will, braucht ein klares Geschäftskonzept. Das gilt nicht nur für den Warenbezug, die Bestellung und den Versand, sondern auch für die Stornierung. Der typische Aufbau ist wie folgt:

  • Sie erstellen ein Onlineshop und bieten Produkte von Dropshipping-Partnern an.
  • Kunden bestellen im Onlineshop einen angebotenen Artikel.
  • Die Bestellungen werden an den Partner-Händler weitergeleitet.
  • Der Partner liefert die Ware an den Kunden in Ihrem Namen aus.
  • Der Kunde zahlt den Rechnungsbetrag an Sie.
  • Sie bezahlen den Einkaufspreis für das Produkt bei Ihrem Dropshipping Partner.

Storniert ein Kunde die Bestellung bzw. will die Ware zurückgeben, funktioniert der ideale Stornierungsprozess wie folgt:

  • Der Kunde storniert und sendet das Produkt an den Händler zurück.
  • Der Händler nimmt die Ware entgegen und rechnet den dafür entstehenden Aufwand ab.

Falls der Dropshipping-Partner keine Retouren abwickelt und der Kunde die Ware direkt an Sie zurückschickt, müssen Sie für diesen Fall unbedingt eine Lösung finden. Andernfalls bleiben Sie auf der zurückgeschickten Ware sitzen. Eine Option könnte sein, dass Sie die retournierte Ware quartalsweise an die Händler zurückschicken können und die nicht verkauften Produkte nicht bezahlen müssen. Die sollten sich nicht darauf einlassen, dass Sie retournierte Ware behalten müssen. Als Notfalllösung bietet es sich an, zurückgeschickte Artikel zu verlosen oder im Sale zu verkaufen und ausnahmsweise den Versand selbst in die Hand zu nehmen.

Kleinunternehmerregelung beanspruchen oder nicht?

Eine zentrale Frage, die sich für jeden Selbstständigen am Anfang der Geschäftstätigkeit stellt ist, ob er die Kleinunternehmerregelung beanspruchen soll oder nicht. Wer den Umgang mit der Umsatzsteuer scheut und befürchtet, mit der laufenden Umsatzsteuer-Voranmeldung nicht zurecht zu kommen, kann die Kleinunternehmerregelung beanspruchen, solange die Umsätze unter 22.000 € im ersten bzw. im zurückliegenden Jahr und 50.000 € im laufenden Geschäftsjahr liegen. Sobald diese Grenzen überschritten werden, ist die Kleinunternehmerregelung nicht mehr möglich.

Wichtig: Bitte bedenken sie, dass sich bei Kleinunternehmern im Vergleich zu vorsteuerabzugsberechtigt Konkurrenten möglicherweise einen Nachteil ergibt, soweit Sie im B2B-Bereich tätig sind. Wenn Sie die Kleinunternehmerregelung beanspruchen, dürfen Sie nämlich keine Umsatzsteuer auf Ihren Kundenrechnungen ausweisen. Die Umsatzsteuer würden Geschäftskunden aber in der eigenen Umsatzsteuervoranmeldung geltend machen.

Da der Vorsteuerabzug bei Ihren Rechnungen nicht möglich ist bedeutet das für Ihre Geschäftskunden, dass die Kosten für das Produkt entsprechend höher liegen als bei Ihrem Konkurrenten, der die Mehrwertsteuer auf den Rechnungen ausweist. Alternativ können Sie auf einen Teil Ihres Gewinns verzichten und den Verkaufspreis insgesamt auf den Nettobetrag senken, den die Konkurrenz dafür berechnen würde.

Verwaltung und Administration clever managen

Wenn Sie sich für das Dropshipping Konzept entscheiden, sollte die Verwaltung und Administration möglichst effizient laufen. Ideal ist es, wenn die zentralen Informationen aus dem Onlineshop – nämlich ihre Verkäufe - automatisiert direkt in die Buchhaltung fließen. Das funktioniert zum Beispiel, wenn die Shopsoftware eine entsprechende Schnittstelle zur Buchhaltungssoftware hat. Das ist zum Beispiel beim Shopsystem VersaCommerce der Fall, es lässt sich mit der Buchhaltungssoftware von Lexoffice verbinden.

Eine Anbindung zu einem Anbieter von Buchhaltungssoftware ist eine langfristige Entscheidung, da die Buchhaltung, wenn sie einmal eingerichtet ist, nicht ohne größeren zeitlichen und damit auch finanziellen Aufwand zu einem anderen Anbieter verlegt werden kann.

Bilder:

pixabay.com © mediamodifier (CC0 Creative Commons)
pixabay.com © stocksnap (CC0 Creative Commons)

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